Woher kommst du ? - Planet Erde.

Dieses Thema im Forum "Philosophie Forum" wurde erstellt von Nachtlicht, 12.08.2005.

  1. #1 Nachtlicht, 12.08.2005
    Nachtlicht

    Nachtlicht Neuer Benutzer

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    meine mutter lebte als sie mit mir schwanger war in einem park. sie war ein wunderschönes blumenkind. sie war ein bekifftes fotomodel und in ihren augen funkelten die sterne schöner als am himmel , weil sie immer high war.
    ich wurde am 15. oktober als sohn einer heroinsüchtigen geboren die mich an ihre schwester weiter gab , weil sie h fixte und auf der straße lebte. meine mutter steckte mich schon früh in den kindergarten zu anderen kindern , aber ihre spiele wollte ich nicht spielen. sie hatten keine phantasie. ich bewunderte aber die anderen kinder dafür wie sie sich für spielzeug begeistern konnten , weil ich das nicht konnte. ich wollte viel lieber meiner alkoholsüchtigen stiefmutter helfen und malte für sie schöne bilder im kindergarten. zum dank schlug sie mich. sie listete mir aber immer die gründe auf warum sie mich schlug. sie schlug mich also nie ohne grund.
    ich war 7 jahre alt als meine mutter mich nach der lösung einer matheaufgabe fragte die sie genauso wenig interessierte wie mich. ich war froh wenn ich wenigstens plus und minus noch hin bekam. sie scheuerte mir eine , ich sollte weiter rechnen. ich heulte rotz und wasser auf das blatt mit den matheaufgaben bis das papier sich vor mir auflöste durch meine tränen , aber es nützte nichts , ich kriegte dafür noch eine geklebt. muttichen , ich kann die matheaufgaben nicht , die sind für mich viel zu schwer - sagte ich und dafür bekam ich erneut eine geklebt und sollte weiter rechnen. ich fragte lieb ob ich aufs klo darf und verließ weinend den tisch und schlich mich dann zur wohnungstür die neben dem bad war und ging die treppen nach unten nach draußen auf die straße. die nachbarn die vorbei liefen fragten nett wie es mir geht. ich lächelte immer brav und sagte höfflich , gut. völlig verstört stand ich bei der haustür und fühlte mich nicht gut. julia tauchte auf und fragte ob ich mit zu ihr gehen möchte statt in der kälte rum zu stehen. wir gingen zu ihr und sie fragte mich ob ich schon mal klebstoff geraucht hätte. spinnst du ? - sagte ich. ja , aber das ist doch gerade das geile , das gibt ja gerade den kick. - sagte sie. sie rauchte vor mir und reichte mir mit blasem gesicht die mit klebstoff gestreckte "tüte" entgegen. du wir sind beide 7 jahre alt und probieren schon solche sachen. wir sind noch nicht so drauf wie die erwachsenen , die sind uns überlegen in jeder hinsicht - sagte ich , aber julia lächelte von ganz weit weg zu mir hinab. ich beobachtete sie und ihre gefühle. ich beobachtete mich und meine gefühle. sie war high und hatte liebe eltern. ich war down und hatte stiefeltern die mich schlugen. ich machte einen zug an der klebstofftüte und wußte noch nicht mal während des zuges ob ich schon auf dem boden lag oder noch fallen werde , so haute mich das zeug weg. so apathisch wie ich von zu hause weg lief , so apathisch kam ich dort wieder an , benebelt vom klebstoffschnüffeln , kriegte ich noch dresche von mutti und dann musste ich auch noch ins bett obwohl ich eigendlich viel zu benebelt war um jetzt noch auf knopfdruck schlafen zu können , aber ich sollte eigendlich alles auf knopfdruck machen. rechnen , schreiben , ins bett gehen , zur schule , funktionieren. ich fühlte mich zu sensibel für diesen planeten , weil sich auf diesem planeten alles nur gegenseitig linkt und bescheisst. julia und ich spielten am liebsten bei den dreckigen mülltonnen weil das noch der einzige ort war von dem wir kinder noch nicht vertrieben wurden bis zu dem tag an dem wir einen neuen nachbarn bekamen. herr linden. herr linden war mitte 30 , hatte eine glatze und war politisch den grünen angehörig , er warf die angel gerne mal nach einem fisch aus. ich liebte tiere und mochte den mann schon alleine deshalb nicht weil er fische fing um sie zu töten. er nannte das angeln. unser neuer nachbar beschwerte sich das wir kinder nicht dort spielen dürfen , weil die mülltonnen kein spielplatz seien. dieser kinderfreund packte mich am arm und sagte mit großen augen ich dürfe dort nie wieder spielen. herr linden sprach meinen stiefvater an , weil ich böses kind ja bei den mülltonnen spiele. mein stiefvater entschuldigte sich bei herr linden und ich kriegte den hintern voll. ich hatte mir das eigendlich anders vorgestellt. mit 7 jahren rauchte ich das erste mal klebstoff und bis zu meinem 12. lebensjahr hatte ich schon öfters alkohol konsumiert. julia war meine erste liebe. julia machte mich mit ihrer liebe bekannt. sie machte mich unter anderem mit alkohol , dextromethorphan , amphetamine , haschisch , glas und lsd bekannt. wir machten gleich ganze streifzüge durch die pharmazie.
    der wecker klingelte um 6.30 uhr. auf mtv lief gerade "welcome to jungle" von guns n roses. meine annahme war ja anfangs das jemand mit einem sack voller katzen gegen die wand haute. axl rose ( sänger der band ) ist dazu noch aus dem wort oralsex zusammen gesetzt , aber vieleicht würden sich ja die ratten im keller erhängen , wenn ich diesen mann nicht abschalten würde. ich beschloss den weg ins bad mit diesem gedanken auszuschmücken und als meine wenigkeit vor dem spiegel stand erschrak ich. meine augen waren schwarz. die pupillen riesig. mein gesicht war weiß wie klopapier und man hätte sich damit wieder mal den hintern abwischen können ... mein lebensmotto war - wenn du alles verloren hast im leben , hast du die freiheit alles zu tun , ohne rücksicht auf verluste eben. so weit haben mich die drogen also schon runter gezogen , aber das sollte erst der anfang sein. als ich auf der arbeit ( zivi ) bin im altenheim st. josef gewöhne ich mir an , high , zwischendurch gemütlich in der stadt zu bummeln. wenn mich einer ansprechen würde auf der arbeit würde ich sagen das ich einer alten medikamente besorgen müsste und würden sie es nicht glauben könnte ich es auch sein lassen mit den medikamenten und die alte verrecken lassen. die chefin konsultierte eine psychologin für die alten menschen , aber sie war so reizend wie ein pitbull. sie kam da einfach so an , so wahnsinnig klug hielt sie sich und sie legte sich immer mit mir an. als ich mit frau mörkel mensch ärgere dich nicht spielte und sie mich beschissen hatte fand ich es cool. plötzlich kommt die psychologin an , eine junge , also eine die dich bereits analysiert wenn du dich nur am kopf kratzt. sie meinte zickig ich sollte mit den alten was spielen. ich spielte doch schon. ich fand die frau unmöglich. ich wartete nur noch darauf das sie in ihrem neuen büro verschwand um sie dann zu fragen ob sie arbeit für mich hätte , denn sie würde mich aus provokation ihre büroarbeit erledigen lassen. genauso lief es dann auch. ich wartete nur noch bis sie die tür hinter sich schliessen würde. sie tat es. ich ging sofort zur chefin und sagte ihr das mich die neue psychologin ihre arbeit machen lässt und ich mich kaum noch um die alten kümmern könnte. die chefin war empört. ich war happy. soeben hatte ich ein junge psychologin gelinkt , reingelegt und vieleicht aus dem haus befördert. dann war feierabend. nicht offiziell , aber ich ging einfach. ich hatte es nicht nötig drogen zu nehmen und deshalb erlaubte ich es mir. eine super logik. abends , war es dann soweit. es war wahnsinnig aufregend. julia und ich wollten es tun. wir nahmen das lsd ein und dann nahm das lsd uns ein. wir merkten nichts. wir merkten auch nichts als es uns schon egal war ob wir was merkten. zärtlich legten wir uns hand in hand aufs bett zu all den dope packungen und wir schlossen unsere bekifften augen , denn wir hatten gedacht es wäre schlauer bevor wir lsd nehmen erst mal ein paar joints , also dope zu rauchen und es mit einer flasche wein runter zu spülen. wir nahmen damals so ziemlich alles. wir brauchten es nicht. deshalb erlaubten wir uns diesen großen schritt - in die scheiße. wir fühlten uns allen überlegen. psychologen bilden sich ein den geist zu erforschen. wir erforschen den geist , nicht sie. so sahen wir das. jasmin drehte mir mal shit welches mit rattengift gestreckt war. gedankenjagen , herzrasen , schüttelfrost , kreislaufzusammenbruch , kälte und hitze quälten mich zu boden. irgendwann konnte ich mich nicht mehr bewegen. der flash war irre. als der arzt im krankenhaus fragte ob ich drogen genommen hätte sagte ich mit größter mühe , meine zunge konnte ich kaum bewegen - nein. wie kommen sie denn darauf ? er sah mich nur doof an. ich sagte - ich hasse krankenhäuser. er fragte warum. ich sagte - der schlimmste tag meines lebens fand in einem krankenhaus statt , meine geburt.
    julia und ich waren ein wundervolles liebespaar. wir blieben beide sitzen und mußten die 2. klasse wiederholen , weil wir nur apathisch waren und den unterricht störten. einmal wollte der mathematiklehrer unsere fähigkeiten testen da löste ich eine aufgabe die die klasse in 30 minuten lösen sollte in weniger als einer minute. der lehrer nannte mich eine faule sau , weil ich seiner meinung nach überdurchschnittlich intelligent sei , aber fauler sei als ein verdorbener apfel. ich war nicht faul , ich war nicht unreif , ich war reif und auf betaxpillen die ich neuerdings meiner mutter klaute um den schulunterricht zu überstehen , weil ich das nicht konfrontieren konnte mit all den anderen kindern und all dem chaos in dem doch keine sau was lernen konnte. die klingel rettete mich , ich hasste alle systeme die menschen testen und manipulieren , ganz besonders das schulsystem , aber auch das system dieser gesellschaft auf diesem planeten , das dringend eine refomation braucht wie ich finde. alle arbeiten nur gegeneinander statt miteinander. julia und ich wollten uns nach der schule am banhof treffen , weil dort immer punks rum lungerten. einmal ging ich an einer bushaltestelle vorbei an der ein mann im anzug mit seinem hund wartete. er beobachtete mich empört als ich den bürgersteig lang lief. ich lachte über sein verhalten. dieser mann war in seinem fehlverhalten gefangen. befreiung war das schlagwort dieses augenblicks. ich beschloss das päckchen von seiner folie zu befreien und sah sein empörtes gesicht dabei mit einem netten lächeln an. er rastete aus. dann stand er auf um auch seine hände in seiner körpersprache sublimativ zum einsatz zu bringen. ich blieb auch extra stehen und machte mir eine kippe an um mir seine show anzusehen. er rastete ganz aus als ich stehen blieb. er maulte empört ich sollte doch zu ihm kommen , aber ich hatte genug geld und schmerzensgeld nicht nötig.
    daniel stand an der tür und sagte nett hallo zu mir. ich sagte nichts zu ihm und ging cool an ihm vorbei , zum mülleimer um mein päckchen kippen weg zu werfen , lief wieder zurück , setzte mich auf einen stuhl und sah ihn an als wäre er ein idiot. plötzlich wollte er nicht mehr bleiben und ging. genau das wollte ich mit meinem verhalten erreichen und stefan fragte auch gleich was das eben sollte und ich flüsterte grinsend das ich nicht wissen könnte warum daniel nicht bleiben wollte. er sah mich zynisch grinsend an und fragte ob ich lust hätte mit ihm dope zu rauchen. wir gingen raus , die sonne schien und wir waren schon nach 7 joints total high. 1 joint reichte nicht mehr um stoned zu werden. nüchtern war ich meist noch nach dem 3. joint. ich wollte mit meinem kumpel zu zweit das ganze dope rauchen ohne etwas an daniel zu verschwenden. nach 7 joints wurde mir kalt weil mein kreislauf anfing zu spinnen und stefan versuchte mir die jacke zu zu machen aber der reisverschluss klemmte und dann kniete stefan auch noch vor mich und weil ich mit meinen kleinen 1,68 m sowieso schon wie ein kind aussehe sah es bestimmt so aus als ob da zwei französisch üben an einer bank auf einer landstraße - es kamen noch ein paar spaziergänger vorbei und beobachteten uns. ich verdrehte angenervt die augen , aber sie dachten wohl ich komme gerade. das war die lächerlichste situation meines lebens. ich rauchte ja noch meinen 7. joint und leute sahen mir dabei zu. stefan lachte sich da unten halbtot und ich kiffte in aller ruhe weiter. mittlerweile kam auch noch ein auto mit vielen jugendlichen. stefan war es wohl egal so wie er lachte und mir ist sowieso egal was leute von mir denken. abends wollten wir fastnacht feiern. meine freundin und ich liefen betrunken jeder mit einer flasche billigwein durch den banhof und ich stellte mich vor einen polizisten und grinste ihm frech mit meinen riesigen pupillen ins gesicht. er sah mich an als wäre ich nicht normal. meine freundin mußte mich regelrecht von dem polizisten weg "schieben" und ich versuchte weiter ordinär auszufallen in meinem outfit. ich hatte ein kleid an. meine freundin hatte die idee mit dem kleidchen. kerle liefen mir trotzdem hinterher und ich war immer auf der flucht vor ihnen. männer sind echt pervers. ich wollte schon immer mal eine frau sein und an fastnacht war ich eine. ich schwipste irgendwie fröhlich die treppe von einer diskothek runter , rechts eine kippe in der hand und links mein gläschen wein und so torkelte ich mit mir selbst beschäftigt praktisch ohne außenwahrnehmung an einer gruppe jugendlicher vorbei und schenkte dem einen mein päckchen kippen weil er mir irgendwie so leid tat in meiner betrunkenheit. alle lachten über mich und dann lachte ich auch mit , flippte gleich weiter auf die andere straßenseite und flippte schon in die zweite diskothek an diesem wunderschönen abend. ich setzte mich zu irgendwelchen älteren jugendlichen die ich gar nicht kannte und trank alles an alkohol was da auf dem tisch war und keiner beschwerte sich. sie bestellten sich dann neue getränke. sie merkten ja selbst nichts mehr. später fand ich sogar meinen kumpel. kotzend in der eigenen kotze. er wollte kippen. ich sagte happy das ich ihm kippen besorgen werde. ich tröstete ihn , er bemerkte nicht das leute um ihn standen , keiner von ihnen dachte daran einen krankenwagen zu rufen , ich wollte selbst einen rufen gehen , aber mir erst kippen kaufen. so torkelte meine wenigkeit auf die andere straßenseite zum kippenautomaten und scheckte nicht wieso denn da kein päckchen raus kommt wenn man 10 pfennig rein schmeißt. das ich total betrunken war scheckten natürlich alle. ich klärte dann auch noch alle jugendlichen die dort standen in meinem kleid auf das der kippen automat spinnt. ein kumpel kam lachend an. ich hielt ihn , betrunken , für einen kumpel. er war selbst betrunken , wie alle in dieser stadt an fastnacht. er sagte da muß schon eine mark rein und nicht nur 10 pfennig. auch da klappte es nicht. wir waren ratlos. ratlos und besoffen. wir wollten die giftigen kippen nicht mehr und gingen rein in die diskothek und feierten ab. mein anderer kumpel und ich lagen dann aber nach einer flasche apfelkorn , 2 flaschen sangria , 2 dosen bier und 2 flaschen traubenwein halbtot auf der straße. ein krankenwagen stand irgendwie plötzlich vor uns und so ein jungscher kerl fragte ob wir hilfe brauchen. ich sagte - nee , wieso ? er verschwand. ich hatte es ironisch gesagt und er fuhr trotzdem fort. ich lachte darüber wie verantwortungslos er mit halbtoten umgeht und hoffte das er zu seiner oma netter wäre. jugendliche spazierten an uns vorbei und ich fragte ein schönes mädchen : haste ma ne kippe für meinen freund ? der liegt irgendwie ganz arm neben mir und stirbt mir gerade. sie gab mir lieb eine kippe und ich rauchte sie alleine. das ging dann stunden so weiter. nachts brachte mich mein kumpel nach hause und ich kotzte noch während wir liefen auf den boden. mir machte das überhaupt nichts aus. mich störte nur dieses kleid das ich immer noch trug und ich kriegte es kaum hin meinen fummel auszuziehen. ich war mit mir beschäftigt als mein kumpel gerade voll begeistert von 2 lichtern schwärmte die auf ihn zu kommen. ich zerrte ihn von der hauptstraße vor dem auto weg und flog erst mal der länge nach auf die fresse in meinem kleid. mein kumpel lief doof wie er ist glücklich weiter als wäre nichts gewesen. ich blieb zum trotz liegen. er kam auch gar nicht zurück und dachte sich wohl lass die alte mal liegen. später im mcdonalds hielten uns sicherlich alle für schwul und als er seine geldbörse öffnete flog sein kondom über unsere köpfe auf den boden vor die kasse wo ein haufen leute zu uns grinsten. ich blinzelte girly mässig zurück und mein kumpel meinte ich solle das lassen. zu der zeit war ich schon drogenabhängig , ich wusste es nur nicht und nahm was man mir gab. in der berühmten blue marlin diskothek schmissen mir die dealer pillen gerade so vor die füsse. ich schluckte pillen und wurde blaser im gesicht , meine augen wurden ausdruckslos. meine katze war der einzige der mit mir kuschelte. ich hatte auch einen wellensittich. eines tages flog er aus dem fenster , aber ich tröstete mich mit dem gedanken das es ihm in der freiheit besser geht als im käfig , weil ich mich ja selbst wie in einem käfig fühlte. so wie damals als ich die schule besuchte. ich war mittlerweile schon 12 jahre , dachte aber noch viel an damals , ab der 6. klasse blieb ich dem unterricht immer öfter fern , bis ich irgendwann gar nicht mehr hin ging. mutti erzählte ich das blaue vom himmel , fing erfolgreich alle briefe ab als abfangjäger. mit 13 jahren besuchte ich die schule für fast ein jahr nicht , während sie in der schule aufsätze schrieben und textaufgaben rechneten , schrieb ich mir zu hause die besten dealer auf und rechnete mir die pillenpreise der akuellen scene mal durch.
    auf meinen ersten schultag freute ich mich. allerdings war die freude schnell wieder weg , denn die kinder riefen durcheinander , die lehrer waren es. ich beobachtete dies still aus dem abseits. psychologie , kunst und philosophie mochte ich schon im kindergarten. ich dachte als ich in die 1. klasse kam allen ernstes das ich nun endlich kinder und lehrer fände die sich schon seit ewigkeiten damit befassen. sokrates und platon waren für mich lehrer und ich fragte mich allen ernstes ob unser klassenlehrer mehr durchblick hatte wie platon. die realität sah aber ganz anders aus. holger und benjamin kotzten öfter mal weil sie einfach zu nervös waren , das hatte aber gründe : die lehrer hatten einfach keine persönliche beziehung zu uns und wir fühlten uns in dieser neuen situation nicht wohl. du wurdest entweder nur von den schülern akzeptiert oder eben nur vom lehrer und wir kinder lernten sowieso nichts. die volle konzentration hoben wir uns fürs murmeln in den pausen auf. da konnte man noch was lernen. nachmittags machten wir immer den kindergarten unsicher. bis sie uns eines tages sagten das wir dort nicht mehr spielen dürfen. wir taten es natürlich trotzdem bis sie ein - spielen verboten - schild aufstellten. wir spielten dort den ganzen tag auf einem spielplatz der echt gelungen war. spielen in einem bepissten sandkasten - das wollte keiner. sie verboten uns alles. spielen durften nur die kindergartenkinder. wir 6 jährigen waren für sie zu alt. anscheinend auch zu erwachsen. die zäune die sie aufstellten schnitten wir einfach mit einer zange durch. wir entdeckten schnell das verbotenes spass bringt und das erlaubtes schnell langweilig wird. es lag auch in der luft das ein bauernhof in der nähe war mit tieren und ich liebte tiere ganz besonders. eidechsen fangen spielten wir auch noch gerne an den mauern am spielplatz , aber die pferde waren das wundervollste. manchmal schlichen wir uns auch in die kirche. nicht am sonntag. wir schlichen uns in die kirche , wenn es nicht erlaubt war. das brachte gleich noch mehr spass. wir suchten gott so ziemlich überall und das auch noch allen ernstes. angeblich ist gott überall. das heißt , da steht ein lehrer vor schülern und hält eine predigt , schickt aber jeden schüler vor die hunde der das nicht schluckt.
    klassenbucheinträge hatte ich schon genug , weil mich religion ankotzte , sowieso , die gesamte schule konnte mich mal kreuzweise. unsere klassenlehrerin erzählte uns später in der grundschule das sie hin und wieder joints raucht. sie erklärte das kiffen nicht blöd macht. am nächsten tag waren unsere eltern in der schule und die nicht blöde kifferin wurde von der schule verwiesen. das wetter war günstig für verarschungen. atmen machte bei kalter luft den eindruck des rauchens. ich stellte mich ans fenster um den joint unauffällig aus dem fenster fallen lassen zu können würde mir davon schlecht werden , aber stefan blieb bei mir und ich fühlte mich wie ein kleines kind auf das man aufpassen muß. ich sah traurig aus dem fenster. als wäre ich in einem gefängnis. nach minuten am fenster setzte ich mich enttäuscht auf die couch. stefans mutter kam ins zimmer und fragte was hier so komisch duftet. stefan sagte das der duft von den räucherstäbchen kommt. genau in dem moment als seine mutter ein gespräch mit mir anfangen wollte setzte bei mir die wirkung vom haschisch ein. sie fragte freundlich wie es mir geht. ich war glücklich. stefan sagte sie soll verschwinden. sie fragte auch gleich mit einem lächeln wieso sie verschwinden soll. stefan sah mich nur wortlos grinsend an , dann kam seine mutter ins zimmer und näherte sich uns. ich lief eilig an ihr vorbei , nach unten ins bad , weil sie meine pupillen nicht sehen durfte , denn unsere mütter kannten sich. sie waren beide krankenschwestern. deswegen sagte stefan auch sie soll verschwinden. ich blieb im bad damit seine mutter nicht meine pupillen sah. ich fand mich unter drogeneinfluß wahnsinnig aufregend , lustig und lachte mich halbtot im bad. ich sah in den spiegel und lachte darüber das es demokratie nicht gibt , aber menschen wählen gehen. den spiegel im bad empfand ich äquivalent zum politischen magazin. ich entdeckte meine lebensgeschichte im spiegel und kannte das kapitel schon im voraus. ich empfand die sündige teuflische und die unschuldige kindliche seite in mir , ich suchte mir eine bürste und kämte mir meine langen haare vorne nach unten um mich dahinter verstecken zu können. ich wollte geheimnissvoll aussehen , weil ich gegen die manipulierte spießer gesellschaft war. die haare kämte ich mir nur ins gesicht um meine pupillen besser verstecken zu können. ich schlich mich leise zur tür , öffnete sie vorsichtig und schlich mich auf zehenspitzen die treppen hoch zu stefans zimmer um nicht unterwegs seiner mutter zu begegnen. freunde von ihm waren auf seiner couch. ich setzte mich ein bisschen abseits , weil ich die nicht kannte. ein kumpel wollte uns zu einer party einladen und alexander machte uns die tür auf , weil der gastgeber schon zu high dafür war. wir wurden herzlich begrüßt. bianca und ich kriegten die guten crystal pillen angeboten , also synthetisches epinephrin das molekular ähnlich wirkt wie adrenalin im körper. epinephrin ist legal und wird rezeptfrei verkauft als vencipon *n. bianca und ich färbten uns zusammen die haare , lila. später liefen wir fröhlich arm in arm rauf und runter und so nach 10 joints , wurde mir ganz komisch. mein kreislauf brach dann zusammen.
    ich konnte ja so nicht , mit dem haschisch von ungefähr 10 joints und dem vielen epinephrin im blut , in einen krankenwagen. bianca lief nach unten um jemanden zu holen. ich lief so lange die wand entlang bis mein kreislauf zusammenbrach und jemand auf die blöde idee kam einen krankenwagen zu holen. bianca. haben sie irgendwelche drogen genommen ? - fragte der arzt. sehe ich so aus ? - sagte ich. er hielt mich für nicht mehr zurechnungsfähig unter drogeneinfluß und so versuchte ich wieder netter zu werden und sagte dem arzt das er ein wirklich toller arzt sei und ich mich gar nicht kapput genug fühlen könnte in seiner nähe , weil er ja so ein guter arzt sei. du kannst mich ruhig gehen lassen ohne dich als arzt verantwortlich fühlen zu müssen , das problem habe ich mir selbst eingebrockt. vieleicht fühlst du dich jetzt in deiner rolle als arzt für mich mitverantwortlich , aber das brauchst du wirklich nicht und darum sollst du auch die möglichkeit haben mit mir über deine schuldgefühle zu sprechen - sagte ich. der arzt reagierte nicht auf meine manipulationsversuche und sagte ich sollte liegen bleiben und mich ausruhen. er würde gleich wieder kommen. kaum war er draußen schlich ich mich mit einer kraft die ich schon gar nicht mehr hatte aus dem zimmer , wieder ganz nahe an der wand entlang , mir war das zu riskant mit all dem dope im blut in einem krankenhaus zu sein. noch bevor ich flüchten konnte , brach ich zusammen. eine schwester fand mich. am nächsten tag erwachte ich panisch als ich dieses zimmer und mich in diesem weißen patienten umhang sah. jeans , pullover , unterwäsche und socken waren nicht im zimmer. ich hatte angst das der arzt die polizei eingeschaltet haben könnte. ich schlich mich vor die tür , bemerkte aber kein personal , rannte durch den flur bis zum treppenhaus , die treppen runter ins erdgeschoss. unterwegs begegnete ich einer ärztin die mich fragte wieso ich laufe. ich sagte ihr ich müsse aufs klo. im erdgeschoss lief ich normal und unaufällig dem ausgang entgegen. ich lief mit dem patienten-hemd das mir angezogen wurde , mit dem ich aus dem krankenhaus getürmt war durch die stadt. das weiße hemd und die roten adidas superstar schuhe waren alles was ich an hatte. ich sah aus wie einer irrenanstalt entflohen. wenn man meine langen ungekämten frisch lila gefärbten haare noch dazu bewertet muß ich ganz schön durchgeknallt ausgesehen haben. jugendliche trauten sich jedenfalls nicht mich dumm anzuquatschen. ich ging zu den punks am banhof und die fanden mein outfit natürlich noch durchgeknallter als ihr eigenes. mir war egal was jemand von mir dachte und sie fanden das gut. ich wollte meine individualität wie sie durchziehen , denn die wenigsten trauen sich das. ich schlauchte mir kippen und respekt. die meinungen der leute waren mir egal. ein eckiger polizeiwagen rollte vor mich. ein polizist fragte ob die irrenanstalt heute ausgang hätte. ich sagte - ja , klar , heute dürfen auch wir mal vor die tür. das sagte ich ganz cool. er wollte meinen ausweis , aber mit 14 jahren hat man noch keinen ausweis und so haute ich ab und wurde hungrig durch das sinnlose rumlaufen. ich hatte mein geld in der hose im krankenhaus. ich ging wieder auf den banhof schlauchen. nach nur wenigen minuten hatte ich ca. 5 mark zusammen. mit dem geld kaufte ich mir einen taxifahrer und fuhr zu stefan. seine mutter machte die tür auf. ich rannte eilig an ihr vorbei , hoch in das zimmer und als ich die tür öffnete glotzten mich alle so an wie mich noch nie jemand anglotzte. ich sagte stefan das er mir kleidung geben soll und das ich gerade aus einem krankenhaus getürmt sei , aber sie sahen mich einfach sprachlos an. ihnen fehlten die worte. ich setzte mich ganz cool auf einen stuhl und machte mir erst mal eine kippe an und tat einfach so als wäre ich im falschen film. sie waren total sprachlos. was ist ? was glotzt ihr so ? - gab ich lässig von mir und zog cool an meiner kippe und pustete den rauch direkt in ihre gesichter , weil ich wollte das sie ihre gesichter von mir abwenden. fuck the system.
     
  2. #2 Nachtlicht, 12.08.2005
    Nachtlicht

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    meine stiefmutter hat mich rausgeworfen. mein kumpel hat mich verarscht und mir wieder nicht mein geld gegeben. ich sitze am wasser beim videoring und schreibe in mein tagebuch. vor mir sitzt eine fixerbraut. sie wirkt trotzdem nicht glücklicher als ich. ich resigniere still im abseits der gesellschaft. anpassen soll der mensch sich also an gewalt , lüge und system. das ist also die gesellschaft an die ich mich wenden soll wenn ich jenseits der anderen existiere. die gegend dieser welt ist voller spießer. es gibt beinahe mehr bullen als menschen die nicht programmiert sind auf das in kraft halten vorgefertigter anti-individualistischer regeln , wie eine gesellschaft sein sollte. ich sehe es kommen eines tages in einer welt zu leben in der es nur noch verbrecher und polizisten gibt. alles läuft darauf aus und ich denke diese welt wird gesteuert und manipuliert von einer gruppe. ich weiß aber nicht ob das menschen sind , aber ich weiß das ich oft von grauen wesen träume und diese sehen mich mit großen schwarzen augen an und in träumen erklären sie aus einer überlegenheit heraus das es mir wenn ich wach bin schwer fällt es auszudrücken , weil ich mich ja nur geistig im rahmen der wörter bewegen kann , die im duden gedruckt sind. schlim oder ängstigend finde ich das nicht das eine fremde intelligenz durch meinen geist spricht. sie tut das ja nur wenn ich schlafe. hoffe ich jedenfalls. angst macht mir anderes. ich mache mir viel mehr sorgen um die gesellschaft. ich glaube auch das es absolut niemanden geben kann der heute noch sicher durch abitur es zu was bringen kann in dieser gesellschaft die doch nur darauf wartet das alles langsam einem stillstand näher und näher kommt. menschen bestehen aus wasser und mir fällt es nicht schwer menschen als stilles wasser wahrzunehmen. stilles wasser ist optimal zur bildung von bakterien. anstatt das wort bakterie sollte das wort asozial benutzt werden. der momentane zustand der welt in der ich lebe ist perfekt für bildung. der bildung von asozialen. würde der mensch nur die natur an sich studieren , würde er auf viele seiner fragen antworten finden. wäre der mensch nur introvertiert genug wären viele der probleme der menschen auf diesem planeten verschwunden im sinne von erfolgreich gelöst , denn der mensch trägt oft den konflikt mit sich im außen aus statt im inneren. der geist formt das fleisch und die realität. der mensch verfügt über einen geist , damit er lernt welten durch positive gedanken und glücksgefühle erst geistig im inneren zu erschaffen und wenn sie konstruktiv genug sind sollte er sie in die physische welt projizieren. schwäche soll vermieden werden. alles negative - krankheiten , negative gefühle und negative gedanken , kriege , mord , leid und alle probleme - gedeiht in der schwäche. schwarze magie funktioniert nach dem selben prinzip wie gedanken die realität erschaffen. es gibt kein gut oder böse , aber es gibt unterschiede , weil es den freien willen gibt und deshalb darf es unterschiede geben. mein freier wille würde mir sofort bestraft würde ich einen lsd trip schmeißen während ich hier im park in mein tagebuch schreibe - hinter der fixerbraut die übrigens immer noch vor mir sitzt. der geist braucht neue erfahrungen um sich weiter zu entwickeln und die regierungen wollen das nicht. ich fühle mich wie ein wildes tier in einem zu kleinen käfig , ich will ausbrechen , aber dies ist leider nicht möglich auf diesem planeten. es wird verboten sich anders zu individualisieren um freiheit das zu verleihen wozu viel zu viele nicht mehr im stande sind - definition. es schockiert wie viele überhaupt nicht zu einer definition von freiheit fähig sind. sie blättern lieber im duden um ihre nicht existente lebensweißheit irgendwie zu erhaschen. das sein ist mehr als das leben , denn es gibt ein leben nach dem tod. alles ist umwandlung. transformation , denn nichts geht jemals verloren , weil das prinzip des universums die umwandlung von energie ist. es geht immer irgendwie weiter. das hat nichts mit glück und pech zu tun. gestern war eine katze so richtig in meiner nähe , nicht nur physisch. emotional war sie auch da wo ich mit meinen emotionen war , sie und ich , wir waren eins , auf der straße , es war schon spät , so nach 1 uhr morgens , sie suchte irgendwie einen menschen zum kuscheln , sie hörte gar nicht mehr auf mit mir zu kuscheln und ich verliebte mich in diese schmusekatze. während ich mich über sie freute , traute sich ein wiesel uns zu beobachten und sich mit seinem beobachteten auf die flucht zu machen , unserem liebesspiel. lieben bedeutet vor allen respekt zu haben den es nicht so gut geht. menschen die mit schlecht funktionierenden nieren leben müssen , menschen die blind durch die welt irren , aber auch die sehenden tun das manchmal. woher kommst du - sagte einmal eine alte frau zu mir , ich antwortete - von planet erde.
    einmal schlug mein stiefvater mir so heftig ins gesicht das ich aus dem fenster zu springen versuchte , er prügelte wild auf mich los , beschimpfte mich und als ich auch noch aufs bett geschmissen wurde und vor angst zitterte hatte ich das gefühl er schlägt mich tot , aber dann ging er plötzlich auf meine stiefmutter los und verprügelte auch sie noch. ich erinnere mich auch , einmal wollte ich pizza essen , da zerrte er mich brutal vom stuhl , schmiss mich gegen die wand und schrie wieso ich pizza fresse , dann schmiss er mich mit der pizza und dem geschirr auf den boden bis alles , samt meiner kindlichen seele , voller zerbrochener scherben war. meine stiefmutter weinte immer. sie tat mir leid. ich dröhnte mich in meinem zimmer mit beruhigungspillen zu in den intervallen in den ich nicht geschlagen wurde , aber als schlüsselkind war ich eigendlich oft alleine , aber ich wollte auch alleine sein und ich glaube jeder hätte so empfunden. meine eltern waren wichtige leute die hoch angesehen wurden , weil sie reiche , aber irgendwie im herzen doch ziemlich arme wesen waren. als kind reicher eltern ist man also nicht unbedingt auch glücklich. 4 autos hatten wir. taschengeld kriegte ich 150 mark. monatlich. meine seele ist nicht käuflich. meine stiefeltern wollten das nicht verstehen , aber vieleicht konnten sie es auch einfach nicht. sie glaubten alles sei käuflich. so konnten sie unterbewußt machtgefühle ausleben , die sie nicht hatten , sie machten sich viel vor und wenn die realität sie einholte und sie ihre machtlosigkeit spürten misshandelten sie ein Kind von dem sie glaubten das es ihnen gehört , so konnten sie sich aus der selbstauferlegten opferrolle befreien , die durch mangelndes selbstwertgefühl und der wahrnehmung opfer in dieser welt zu sein , entsteht. als kind konnte ich mir die liebe von mutti und papi nicht anders erklären.
    einmal pflückte ich fröhlich auf dem weg nach hause , meiner mutter zum geburtstag , blumen. als ich zu hause war und sie mit den blumen überraschen wollte kam mein stiefvater einfach dazwischen und schlug mich , aber das tat er jeden tag und mich verletzte es schon nicht mehr , weil ich emotional ja bereits abgestorben war. meine mutter fragte was das soll. mein stiefvater brüllte ich hätte den müll nicht raus gebracht. meine mutter schrie mich an das ich es nicht anders verdient hätte. da schmiss ich die dämmlichen blumen in den müll und brachte alles runter. ich blieb auch gleich unten , denn der müll sollte ja nach unten. ich empfand mich als müll. julia und ich waren schon so verliebt das wir miteinander schlafen wollten. wir stellten im zimmer teelichter noch und noch auf und machten sie an und als die teelichter in flamen waren , machten wir uns an bis wir feuer und flame waren. wir flogen zu hause raus und schliefen bei freunden und bekannten , wenn es nicht anders ging , auf der straße. wir waren mit 14 völlig pleite als wir eine idee hatten wie wir ganz schnell an ganz viel geld kommen. wir organisierten eine demo um geld für arme obdachlose zu sammeln. das schönste war das keiner wusste das wir die armen obdachlosen waren. ungefähr 40 leute erschienen. wir hatten eine woche vorher nach 2 uhr morgens flyer verteilt in der ganzen stadt. wir küssten uns jedesmal wenn die polizei streife fuhr durch die stadt. sie wagten es nicht uns anzusprechen. die polizei fuhr mehrmals an uns vorbei und wir küssten uns minutenlang vor ihnen. sie mußten uns für wahnsinnig verliebt gehalten haben , die spanner , aber das waren wir ja auch , aber vieleicht genossen sie auch einfach den anblick zweier sich küssender kinder. der kuss hatte was kriminelles. am tag der demonstration tauchte die zeitung auf und fotografierte uns , ein jungscher kerl der nach eigener aussage schon seit jahren demos in berlin und köln organisierte , begeisterte sich für uns und wollte uns kennen lernen. er bezahlte alles für uns im mcdonalds. wir hatten ihn nicht darum gebeten. wir waren mehr damit beschäftigt zu essen als uns mit ihm zu unterhalten , aber wir hörten zu. er lächelte uns immer an als würde er uns für etwas bewundern. dieser jungsche kerl der nach eigener aussage chemielaborant war gratulierte uns und lobte uns das wir uns so offen und ehrlich für die gesellschaft einsetzen. abends trennten sich unsere wege. das geld haben wir nicht vergessen. meine mutter fragte was das denn für eine demonstration war als sie mich auf dem foto sah , da sagte ich - muttichen , da haben welche für die ganz armen geld gesammelt und es war nicht falsch da mal mit zu gehen. die haben ja niemanden die mit ihnen reden oder sie mal zum essen einladen. sie tun mir leid.
    ich finde das leben eigendlich schön , aber mittlerweile ist das leben nur noch motivation für eine kopfschmerztablette. gestern abend lag ich weinend im bett , weil ich angst hatte nie wieder zärtlichkeiten zu erfahren. ich schloss meine augen und hoffte nur jemand würde mich finden. eines tages wurde ich sexuell missbraucht von einem gottgläubigen mormonen. er fasste mir zwischen die beine und wollte wissen ob mir das gefällt. ich werte seine hand von mir ab und kaum hatte ich dies erst einmal geschaft fing er an meinen rücken zu streicheln und sagte dabei das ich hübsch wäre. ich werte seine hände dann ganz ab und rannte heulend weg. mit meinen eltern konnte ich nie darüber reden. sie hatten genug probleme mit sich. sie hatten nie zeit für mich. eines tages machten sie mir nicht mehr die haustür auf. ich übernachtete anfang winter in der stadt auf der straße. gegenüber von mir war immer die kreuzkirche. sie hatte eine uhr die vom mondschein eine halbexistenz bekam. wie ich. im dunkel der nacht. betrunkene liefen ständig durch die straßen. man konnte sie überhaupt nicht überhören. ich suchte mir einen hinterhof zum schlafen. ich bekam nach nur wenigen minuten auf dem boden schüttelfrost , aber die erschöpfung schläferte mich ein. dank meiner einfühlsamen stiefmutter durfte ich wieder nach hause. meine stiefmutter liebte mich als kind. sie schlug mir ins gesicht und auf den kopf oder auch auf die arme. mit einem holzkochlöffel und das waren auch schon alle berührungen die man mir als kind schenkte. da war ich 6 jahre.
    mein stiefvater war wie meine stiefmutter alkoholiker. beide hielten ihre alkoholsucht vor sich geheim und erzählten ihre sünden nur mir. als kind hatte ich also mehr das gefühl das ich sie erziehe und nicht sie mich , dieses gefühl hatte ich allerdings schon als 8 jähriger. um 2 uhr morgens oder manchmal auch später klopfte mein stiefvater meine zimmertür fast genauso kapput wie meine seele. er schrie mich praktisch aus dem schlaf. wenn ich der bitte nachkam und ihm höfflich die tür öffnete , prügelte er mich windelweich. dann ging ich wieder ins bett um fit für die schule zu sein. ich durfte schon mit 8 jahren alleine in die stadt gehen ohne dafür verprügelt zu werden und das fand ich dann wieder nett. nett fand ich es auch eine katze zu bekommen die mein stiefvater gleich wieder überfuhr. die prügel störten mich nicht mehr. ich heulte nur noch wegen der katze. an einem wunderschönen sonntagmorgen schlug mein stiefvater mir fast den schädel ein. da war ich 8 jahre. meine stiefmutter nahm mich nicht in schutz um zu verhindern das sie selbst verprügelt wird. demokratie erfolgte in frankreich und england als erstes , anschließend auch in deutschland , aber demokratie existierte in unserer familie einfach noch immer nicht. meine stiefmutter lief manchmal mit einer flasche jack daniels durchs haus und randalierte. unsere nachbarin rief eines tages die polizei und weil ich noch ein kind war hatte ich angst ins heim zu kommen wenn die polizei meine eltern in dem zustand sehen würde. die nette nachbarin die die polizei rief wartete vor dem haus auf die polizei , ich drehte mich panisch rückwärts wieder um und sprang vom balkon in den garten und landete wie eine katze auf allen vieren im dreck.
    meine eltern waren mir nie egal. ich liebte meine eltern. ich war ihnen eigendlich immer egal. sie sagten einmal etwas zu mir das ich nie vergessen werde : deine freundin soll doch aufn strich gehen. soll sie doch für dich taschengeld besorgen gehen. von mir gibts nichts mehr junge. meine mutter hat auch schon mir gesagt ich soll auf den strich gehen. jeden tag meines lebens wache ich auf und frage mich mit welchem thema ich mich heute beschäftigen möchte. jeder tag wird bei mir einem thema gewidmet. irgendwann habe ich alle themen und gedanken ergründet. seid ich im kindergarten bin mache ich das. gestern dachte ich den ganzen tag über ideale des utilitarismus in der wissenschaft nach. heute denke ich über obligatorische reflexive verben und ihre prosodie nach. mich reizt der gedanke das überhaupt etwas wahr sein könnte , doch ich glaube nicht das sowas wie liebe existiert , aber ich glaube das alle daran glauben die zärtlichkeiten erfahren und auch glaube ich das jeder liebe verdient aber nicht jeder das glück hat sie gleich zu finden. der glaube an die liebe ist zur geheimreligion eines jahrtausends geworden weil sie sich schämen an die liebe zu glauben. weil sie sich einfach schämen an das zu glauben was wir uns alle so sehr wünschen. liebe , kuscheln , zärtlichkeit , berührung. wir wohnen in einem viertel wo nur reiche wohnen. eine familie hat hier gleich mehrere häuser und mehrere autos. das sind symbole für stolz , arroganz und prestige. die welt ist voll von solchen symbolen. die welt nimmt den ärmsten den raum um solche symbole aus stolz , arroganz , prestige und hochmut aufzustellen. deshalb sind wir ja so eine armselige spezies. eines tages fuhren meine stiefeltern mit mir im auto auf einer autobahn und weil meine stiefeltern mir solche angst machten überlegte ich während der fahrt rauszuspringen. mir war es wirklich egal wie meine katze zu enden und ich glaube meinen stiefeltern war es das auch. ich erlitt tage zuvor schon nervenzusammenbrüche und wurde immer noch geschlagen. ich glaube ich war geistig nicht mehr anwesend. irgendwann führte ich selbstgespräche und irgendwann fing ich an mich mit der wand zu unterhalten und irgendwann redete ich mit insekten und mit blumen. meine stiefeltern redeten kaum was. meine stiefmutter und ihr mann redeten ja mit sich selbst kaum. meine biologischen eltern kenne ich überhaupt nicht. meine stiefeltern sagten sie seien drogenabhängige. ich wollte sie so nicht kennen lernen. übrigens hat sie meine einstellung nie auf die idee gebracht mit den drogen aufzuhören. sollen sie sich ihr abendessen ruhig spritzen. ich sollte mich schämen weil ich nicht an gott glaube , sagen sie. ich denke ich sollte stolz darauf sein.
    heute ist ein schöner tag und die sonne scheint wahnsinnig. ich sitze im park und schreibe ins tagebuch. meine mutter hat mich raus geworfen. mich stört das ich kein geld bei mir habe und es gibt keinen zu dem ich gehen kann. mein schwarzer rucksack und der schwarze schatten über mir sind alles was ich habe. ich hatte heute magenkrämpfe , schleppte mich in das etwa 100 m entfernte krankenhaus und verschwand aufs klo um zu kotzen , später freute ich mich noch über die colaflasche die ich fand und füllte sie mit wasser auf um wenigstens was zum trinken zu haben. die magenkrämpfe quälten mich nicht mehr und ich lief fröhlich im bad rum , voll breit auf xtc , wusch mir mit kaltem wasser das gesicht und freute mich das die magenkrämpfe aufhörten , mich ärgerte das aber irgendwie auch , weil ich die magenkrämpfe als grund benutzen wollte um ein paar tage lang ins krankenhaus zu kommen um nicht schon wieder auf der strasse schlafen zu müssen , weil ich ja schön öfters auf der strasse schlief und aus erfahrung weiss das ich immer schüttelfrost kriege , wenn ich nachts auf dem boden in der stadt penne , wenn ich zu hause raus geworfen wurde. meine kindheit war wunderschön , obschon es manchmal hässlich werden konnte , ich konnte das besonders gut. ich hatte ja ein vorbild. mutti. ich hatte ein leichtes borderline-syndrom welches sich dadurch äußerte das ich menschen nur mit distanz und vorsicht begegnete und keinem traute , der sich mir körperlich oder geistig näherte. schriftsteller z.b. die es wagten sich mehrdimensional auszudrücken , wertete ich als lügner die sich mehrere türen als ausrede offen halten , solche bücher rührte ich dann auch nicht wieder an. menschen mochte ich nicht , aber ich studierte ihre blicke , wusste was und wie sie denken. im alter von einem jahr interessierte mich der inhalt einer spüllmittelflasche so sehr das ich das spüllmittel trank. ein normales menschliches kind hätte eigendlich tot sein müssen. mit mir war nichts. ich kotzte nicht und hatte weder schmerzen noch unwohlsein , mit mir war alles okay. ich krabbelte einfach fröhlich weiter. oma und mutti verstanden das nicht. lesen konnte ich trotzdem schon mit 3 jahren und mit 5 schrieb ich gedichte und malte. im alter von 12 , 13 jahren weinte ich manchmal tagelang in meinem zimmer und fühlte mich nie wohl in dieser welt , denn ich hatte keine vorstellung von meiner zukunft , weil für mich zukunft einfach nicht existierte , ich dachte immer das zeit nicht existiert und ich deshalb keine zukunftspläne machen könne und einmal sagte ich das meiner mutter , sie klebte mir eine mit der begründung ich wäre ein ungezogenes kind. ich sagte - muttichen , was ist für dich zeit ? - sie sagte - wenn ich wäsche waschen kann und noch gelegenheit habe ein buch zu lesen - vieleicht hätte ich nicht wieder so ungezogen sein sollen , oder hatte ich mich wieder nicht unter kontrolle , ich weiss es nicht , jedenfalls schrie sie mich an.
    ich setzte mich jedesmal nachdem ich geschlagen wurde auf mein bett und studierte sie. ich dachte mir , das sie als kind ganz schlimme eltern gehabt haben muss , weil sie solche defizite hatte. ich studierte sie , ich analysierte sie schon psychologisch wenn sie sich nur am kopf kratzte. mit 12 hatte ich es geschafft alles und jeden in ein studienobjekt zu verwandeln. ich selbst fand meine rolle nicht mehr im geschehen mit anderen , nein , meine rolle war jetzt außerhalb. jetzt waren sie im käfig. psychologisch befreite ich mich aus einem käfig und speerte alle anderen rein. ich versuchte alle geistigen limits zu zerstören , weil ich dachte das schwäche der grund allen elends in der welt ist und wir stärker sein müssen , als das was uns schwächt , egal was uns schwächt im leben. ich hatte nur den schreibtisch , den schrank , das bett und die große langeweile in einem kleinen zimmer. an einem donnerstag hatte ich 6 grünteebeutel eine halbe stunde lang ziehen lassen um mir eine tödliche koffeinüberdosis zu geben. magenkrämpfe , herzrasen und fieber waren das erste was ich spürte. mir wurde heiss und kalt , ich wimmerte ängstlich weil ich nicht wusste was da mit mir passiert. sterben hatte ich mir unkomplizierter vorgestellt. mein körper zuckte , ich hörte stimmen , meine augen blendeten grelle bunte farbspielereien und dann konnte ich nicht mehr aufstehen oder mich bewegen. ich hoffte das mein noch junger körper mir einfach weg stirbt. meine mutter rief den krankenwagen weil ich plötzlich auch nicht mehr sprechen konnte. meine zunge konnte ich nicht bewegen. einer der beiden rettungssanitäter sagte - können sie sprechen ? haben sie irgendwelche drogen genommen ? haben sie allergien ? - ich hörte sie , konnte aber nicht sprechen und mich keinen verdammten zentimeter bewegen. der eine sagte das mit mir alles in ordnung sei , herzinfarkt hätte ich nicht , schlaganfall auch nicht , sie plauderten dann davon das ich nur einen nervenzusammenbruch erlitten hätte , mit sicherheit könnten sie das aber nicht sagen. ich dachte nur - oh gott ... was für idioten. ich kratze gerade ab und sie unterhalten sich da in aller ruhe - einer nahm mich links , einer nahm mich rechts , sie schleiften und schleppten mich so die treppe runter.
    als im krankenhaus eine ärztin dann zu mir kam , kam ich auch zu mir. ich fühlte mich richtig wohl in ihrer nähe. sie hatte ein schönes junges gesicht. sie machte spass mit mir und blödelte auch ein bisschen rum , mal mit wissenschaftlichem gesicht , dann wieder mit einem lächelnden gesicht. ich mochte beide gesichter. das war das erste was ich registrierte. das sie und ich alleine im raum waren , das zweite. sie sah mich an wie ein kind einen erwachsenen ansieht. ich glaubte ich bewertete sie in diesem augenblick nur anhand ihrer neugierde so , fühlte mich jedoch überhaupt nicht erhaben und augenblicklich fing ich an sie zu analysieren. ich fühlte mich auch gleich wieder zum kotzen. nicht wegen mir. wegen ihr. ich sah nicht besser aus als die fixerbraut "mia" aus "pulp fiction" und wollte der jungen ärztin gefallen , war aber alles andere als schön und sah verletzt weg um ihren augen zu entfliehen mit meinem blasen gesicht dem sie sicher ansehen konnte das es mehrere nächte nicht geschlafen hatte , was ich auch als grund für dieses sinnlose unterfangen wertete , sie nicht mehr zu beachten. ich setzte mich nachdenklich auf in den schneidersitz und war an ort und stelle ins denken vertieft über meinen selbstmordversuch und sie sah mir dabei zu , ich war zu dieser zeit menschen gegenüber distanziert , aber sie fand ich nett. sie sagte lächelnd - du hast mir ja einen ganz schönen schrecken eingejagt - ich war glücklich das aus ihrem mund zu hören und fasste mir vor freude ans herz , da schreckte die ärztin besorgt auf und fragte ängstlich - was ist denn ?! - ich kicherte.
    weil ich obdachlos bin musste ich mir heute geld schnorren und klauen um was zum essen zu haben. ich sitze mit meinen china-nudeln auf einer parkbank und starre in den himmel. es ist schon nach 23 uhr und ich meine im nachthimmel mein schicksal zu erkennen , denn er ist schwarz. ein russisches junges paar kommt auf mich zu. die junge frau sagt - du haben feuer ? - ich sehe keinen grund ihr zu antworten und starre weiter in den nachthimmel. ich frage mich warum ich geboren wurde , während die beiden immer noch vor mir stehen und mir gesellschaft leisten. ihr russischer freund sagt - du haben feuer ? - in meiner rechten hosentasche ist ein feuerzeug welches ich ihm gebe , nicht ihr , sie sieht mich zickig an und reißt ihrem freund das feuerzeug aus der hand , zündet sich eilig ihre kippe an und gibt mir mein feuerzeug wieder zurück. sie sagt danke. dann gehen sie. ich habe mir heute überlegt in die stadtbücherei zu ziehen , in den 3. stock , dort oben ist kein zutritt , aber es gibt eine treppe und keiner würde ein 14 jähriges kind bemerken , es wäre eben wie zuhause.
     
  3. #3 Nachtlicht, 03.09.2005
    Nachtlicht

    Nachtlicht Neuer Benutzer

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    die geschichte beruht auf einer wahren begebenheit. ich lasse mir das nicht gefallen das man behauptet dies alles wäre erfunden. ich kann nichts dafür das mein junges leben verlaufen ist wie ein jugendroman.
     
  4. #4 PostMan, 19.10.2005
    PostMan

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    Ja roman!
    Der ist solang wie ein roman...
     
  5. #5 tanztiger, 08.06.2006
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    tanztiger Erfahrener Benutzer

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    Die Geschichte ist zwar schon zehn Jahre alt, hat mich aber wirklich getroffen. Was hast Du in der Zwischenzeit gemacht? Was machst Du heute?

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