Umsteigen von Windows auf Linux

Diskutiere Umsteigen von Windows auf Linux im Linux Probleme Forum im Bereich Computerprobleme; Hi zusammen In meinem Geschäft haben Kollegen mich zu einem der Linux-System überredet. Der Name war mir nicht ganz unbekannt und so habe ich...

  1. #1 Nightowl222c, 19.02.2010
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    Hi zusammen

    In meinem Geschäft haben Kollegen mich zu einem der Linux-System überredet. Der Name war mir nicht ganz unbekannt und so habe ich mich etwas schlau über die Sache gemacht. Allerdings bin ich nicht weit gekommen und die Probleme beginnen bereits am Anfang... :( Für welche Linux-Distribution soll ich mich entscheiden oder gibt es ein "offizielles" Linux? Die Probleme gehen leider noch weiter... Weil ich bis jetzt mit Microsoft Windows XP Professional gearbeitet habe, kenne ich ziemlich viele nützliche gute Programme. Diese möchte ich unter Linux natürlich weiterverwenden.

    Hier einmal eine Liste meiner Programme:

    iTunes, Google Earth, Adobe Photoshop CS4 Extended, Adobe Acrobat Pro 9.0, Blender, Allway Sync, Mozilla Firefox und das ganze MS Office, weil ich Open Office einfach nicht toll finde. Zudem habe ich ein Microsoft Office Enterprise legal gekauft.

    Für die "Emulation" von den Programmen gibt es doch ein Programm von Linux - oder irre ich mich da.

    Hoffe ihr könnt mir da einige Tipps geben. :D

    Nightowl222c
     
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  3. #2 helidoc, 19.02.2010
    Zuletzt bearbeitet: 19.02.2010
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    Firefox Google Earth und Blender gibt es für Linux, daher stellt sich die Frage nach der Alternative hier nicht.

    Ganz ähnlich wie ITunes ist vielleicht Songbird - es gibt auch noch einige andere ähnlicher Programme.

    Photoshop soll laut hörensagen unter wine (ab Version 1.1.17) laufen, Alternative ist evtl. Gimp, wobei sich Gimp ganz anders bedient... Jemand der lange mit Photoshop gearbeitet hat, verflucht vermutlich Gimp erstmal.

    PDFs erstellen kann zB in diversen Officeprogrammen als Export, über einen Cups-PDF-Drucker oder natürlich wunderbar mittels LaTeX.

    Bearbeiten von PDFs ist unter Linux noch recht rudimentär... pdftk kann zB splitten und mergen, einige Programme wie Inkscape oder auch neuere OpenOffice-Versionen können PDFs auch Impoortieren und zu einem gewissen Grad bearbeiten. Ein vollwertiger Ersatz für Adobe Acrobat Pro dürfte es allerdings nicht sein.

    Das MS-Office läuft (hörensagen) wohl auch unter neueren wine-Versionen (> V1.1.23)

    Was "Allways Sync" ist, weiss ich nicht.

    Du meinst höchstwarscheinlich "wine"


    Wenn ich mir deine List so anschaue, frage ich mich, warum du zu Linux wechseln willst? Worin siehst du da die Vorteile?
    Du kannst natürlich auch innerhalb von Linux per Virtualisierung ein Windows als Gastsystem betreiben - aber auch hier stellt sich wieder die frage: warum nicht direkt bei Windows bleiben?
     
  4. #3 Jaulemann, 19.02.2010
    Zuletzt bearbeitet: 19.02.2010
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    Sehr idyllisch
    Höchstens über emulator-Programme wie Wine
    .... ansonsten unterstützt keines der von dir genannten Kommerziellen Programme Linux

    Bei open Source Programmen wie Firefox, openoffice sieht es da natürlich anders aus.

    Was jetzt das genaue Prozedere mit installation und konfiguration von Emulatoren angeht bin ich jedoch auch komplett überfordert, da ich Linux (opensuse) nur ab und an auf unserem alten Laptop nutze zum surfen und online-banken. Kann dir nur sagen das es sowas gibt- zb. wine.

    Hoffe mal das hier die Linux-Profis (zb. helidoc ;) ) einsteigen und dir hilfestellung geben.


    Gruß
     
  5. #4 Nightowl222c, 19.02.2010
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    Erstmals vielen Dank für die vielen Informationen. Die Idee, zu Linux zu wechseln dient alleine nur dazu, ein sicheres Betriebsystem zu verwenden. Mit meinem Windows habe ich ziemlich oft Ärger in sachen Fehlermeldungen und Schädlingen und so dachte, dass ein Umstieg auf Linux "heilig" währe. Allerdings überlege ich es mir nochmals, denn der Umstieg sieht nach ziemlich viel Arbeit aus.
     
  6. #5 DaWilly, 19.02.2010
    Zuletzt bearbeitet: 19.02.2010
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    Hi!

    Also ich würde sagen, ein verbessertes Sicherheitskonzept (wenn ich das mal so nennen darf) wäre das richtige für dich.
    Ich habe seit vielen Jahren immer wieder zwischen XP und verschiedenen openSUSE Versionen bzw. einmal auch Kubuntu gewechselt, am Ende bin ich immer zu Windows zurückgekehrt. Grund: es gab immer ein oder mehrere Programme, die entweder nur mit erheblichem Aufwand oder nur teilweise oder eben gar nicht unter Linux liefen/laufen. Überzeugt hat mich aber schon immer die Performance und die Rechteverwaltung (man macht nich so leicht was kaputt als normal-User; gibts bei Windows aber auch). Linux läuft richtig gut, wenn (wenn!!!) es mal läuft ;)

    Und v.a. bei so speziellen Sachen wie Photoshop oder Acrobat Professional gibt es Probleme. Warum du OpenOffice nicht magst, kann ich nich nachvollziehen, es ist etwas lahmer als Microsoft Office (beim Starten), aber im Prinzip mindestens genauso gut und vor allem gibts da schon ewig dasselbe Format, und die wechselnden Formate sind wieder ein typisches MS-Problem, sodass ich auch unter Windows schon immer OpenOffice nutze. Und wenn du Programme mit Wine laufen lässt, geht immer etwas Performance flöten für die zusätzliche Rechenarbeit.
    Nochwas nebenbei, weil hier tlw. falsch geschrieben:
    WINE - Wine Is Not An Emulator.
    Wine emuliert nicht, Wine gaukelt dem Programm also kein Windows vor, sondern übersetzt sozusagen die Befehle auf "linux" wenn man das so sagen darf (wurde mir mal so erklärt). Emulatoren sind Programme, mit denen man zB Gameboyspiele aufm PC spielen kann, weil dem Spiel ein GameBoy vorgegaukelt wird (mal grob gesagt, genauer weiß ichs auch gar nicht).

    B2T:
    Du hast gesagt, Windows ist dir zu unsicher.
    Hast du Antiviren-, Antispy- usw. Software? Firewall im Router? Firewall aufm PC?
    Ich denke da lässt sich noch was machen, ich hatte noch nie ein Sicherheitsproblem mit Windows. Windows ist nicht unsicher. (auf dieses Vorurteil bin ich allergisch...) Die User machen es unsicher, besser gesagt, viele machen es nicht "sicher", von alleine ist es natürlich etwas unsicher, man muss nachhelfen - geht aber alles mit Freeware.

    Hoffe ich konnte dir helfen und möchte nicht als Windows-Fanatiker rüberkommen, aber so ein Umstieg will überlegt sein.
    Hast du einen Zweit-PC zum ausprobieren? Das wäre ideal.
     
  7. #6 helidoc, 19.02.2010
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    Ohne Kenntnisse kann man sich auch ein Linuxsystem unsicher machen. Viren&Co gibt es zwar momentan vergleichsweise wenige, allerdings reicht es zB Software aus (dubiosen) Fremdquellen zu nutzen, oder Updates zu ignorieren... Wenn du also mit Windows ansich gut zuerchtkommst, wäre es imho einfacher, wenn du dich mit sicherheitsrelavanten Dingen unter Windows auseinandersetzt.

    Wine ist eine Windows-Api, stellt also die Betriebssystemschnittellen unter Linux zur Verfügung... aber das dürfte dem reinen Nutzer vermutlich egal sein.
     
  8. #7 sarah83, 23.02.2010
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    Darf man Grundsätzlich mal fragen wieso du Umsteigen möchstest??
     
  9. #8 xandros, 26.02.2010
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    Dafür gibt es die unterschiedlichsten Beweggründe.
    Einer davon kann z.B. der Kostenfaktor sein. Linux ist kostenfrei erhältlich, was man von Windows nicht behaupten kann. (Mal von den kostenpflichtigen Linux-Servern und Distributionen abgesehen, die mit Handbüchern etc. ausgeliefert werden! Hierbei will ich auch mal nicht berücksichtigen, welche Kosten der Umstieg auf Linux in gewerblichen Umfeldern durch mangelnde Kentnisse der zuständigen Mitarbeiter entstehen können.....)
    Ein anderer Grund, der häufig aufgeführt wird, ist die niedrigere Anfälligkeit gegenüber digitalem Ungeziefer. (Es gibt eben in freier Wildbahn deutlich mehr Viren für Windows-Systeme, was aber nicht bedeutet, dass man sich mit Linux nicht infizieren könnte!)
    Ausserdem (meine Meinung) geht Linux in den meisten Fällen viel ressourcenschonender mit dem Rechner um. Daraus ergibt sich, dass man für gleiche Leistung (wie ein Windows-Gerät) auch mit niedrigeren Hardwarekosten auskommen kann (aber nicht muss!).

    Egal welche Gründe tatsächlich angeführt werden, man muss dabei immer berücksichtigen, dass Linux nicht Windows ist. Die User müssen sich (je nach Distribution mehr oder weniger) erst mit dem System vertraut machen und daran gewöhnen. Die Administratoren müssen sich ebenfalls ausgiebig damit auseinandersetzen.
    Wenn man dann keine Spezialsoftware verwendet, die ausschliesslich auf Windows läuft, ist der Umstieg auf Linux durchaus eine Überlegung wert.
     
  10. #9 LifeHacker, 11.03.2010
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    @DaWilly: Windows ist nicht Linux. Linux ist nicht Windows. Wer mit Windows-Programmen arbeiten will, sollte Windows verwenden. Wer Linux verwenden will, der sollte einsehen, dass man mit Linux ganz anders umgeht als mit Windows. Wine kann nur eine Notlösung sein, um z.B. Windows-Usern den Umstieg zu erleichtern oder das Spezialprogramm, das es für Linux nicht gibt, zum Laufen zu bringen. Nur Wine ist keine Garantie, dass das Windows-Programm auch wirklich läuft. Windows-Programme laufen nun mal ausschliesslich auf Windows-Systemen korrekt. Wer Linux verwenden will, sollte Linux-Programme benutzen.

    @helidoc: Sicher gibt es auch Viren für Linux, nur wenn man sich an die Regel hält, Software grundsätzlich nur aus Paketquellen zu installieren sollte man relativ sicher sein. Selbst wenn mal ein Virus auf den Linux-Rechner kommt, kann er in der Regel keinen Schaden anrichten. Der Grund, weshalb man trotzdem z.B. ein ClamAV auf dem Rechner haben sollte, ist hauptsächlich, damit ein potentieller Virus oder Wurm nicht an Windows-Rechner weitergeleitet wird, wo er tatsächlich massiven Schaden anrichten könnte.

    @xandros: Grundsätzlich würde ich jedem aus genannten Gründen empfehlen, auf Linux umzusteigen. Es ist nunmal das sicherste Betriebssystem, was es gibt. Ich persönlich bin aber wegen der GPL umgestiegen. Und wenn man tatsächlich noch ein Windows-Programm hat, welches man unbedingt braucht, würde ich es über ein virtuelles Windows-System in Linux laufen lassen.

    @Nightowl222c: Noch einmal - Linux ist nicht Windows. Wenn du auf Linux umsteigen willst, solltest du dich mit der Linux-Welt vertraut machen. Gute Einsteiger-Tutorials gibt es genug, siehe Google-Suche. Die meisten Distributionen sind heutzutage so ausgereift, dass ein Umstieg aber eigentlich ziemlich leicht fallen sollte. Und in der Linux-Welt gilt folgendes Prinzip: Fragen, dann wird dir geholfen. Für Ubuntu gibt es z.B. ubuntuusers.de. Nur wer mit Linux anfängt, sollte darauf vorbereitet sein, vielleicht nie wieder in die Windows-Welt zurückzuwollen.

    Grüsse
    LifeHacker
     
  11. #10 helidoc, 11.03.2010
    Zuletzt bearbeitet: 11.03.2010
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    Eben, und da der OP zB unbedingt Microsoft Office, Acrobat und Photoshop benutzen will, halte ich es weiterhin für sinnvoller, dass er sich um die Sicherheit seines Windowssystems kümmert. Den Umweg über wine halte ich auch für eine Notlösung, und auch bei einem Linuxsystem muss er sich darum kümmern, dass sein System sicher bleibt.

    Wenn man keine Lust hat, sich mit Windowssicherheit zu beschäftigen, oder Windows generell nicht traut, und auf Windowsprogramme nicht verzichten will oder kann, wäre es auch denkbar, ein Dualboot-System einzurichten. In oben genannten Fall dann Windows für Office und Bildbearbeitung zu nutzen, und dort die Netzwerkkarte abzuschalten. Über das zusätzlich installierte Linux macht man dann alles, was einen Onlinezugang benötigt - kümmert sich dann aber um die Sicherheit des Linuxsystems.

    Das ist ja auch genau Teil meiner Aussage - nur sage ich zusätzlich, dass ohne entsprechendes Wissen und einer gewissen Arglosigkeit, auch ein Linuxsystem schnell unsicher werden kann - speziell auf Viren wollte ich garnicht hinaus. Hatte ich es so unverständlich geschrieben?

    Durch das immer wieder propagierte "Linux ist das sicherste auf der Welt" - wie auch du es tust, werden viele auch geblendet und verlassen sich schlicht darauf - aber auch Linux hat Sicherheitslücken. Eine gewisse Systempflege ist bei jedem vernetzten Betriebssystem nötig.


    Meiner Meinung nach gilt eher folgendes Prizip: Erstmal selbst informieren (wozu ist fast alles gut dokumentiert), wenn man dann nicht weiterweiss, konkrete Fragen stellen - _dann_ wird dir geholfen. Ausserdem lernt man so auch viel schneller, mit dem Betriebssystem umzugehen.

    Inzwischen wird man ansonsten erschlagen von einer Flut an "Irgendwas geht bei mir nicht"-Fragen, die man mit einem einfachen Blick - im Fall von Ubuntu zB ins Ubuntuusers-Wiki - oder mittels einer Suchmaschinenabfrage selbst lösen könnte.
     
  12. #11 LifeHacker, 11.03.2010
    Zuletzt bearbeitet: 11.03.2010
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    helidoc, das ist ja alles gut und richtig was du schreibst, und ich stimme dir in fast allen Punkten zu. Ich wollte auch nicht widersprechen, höchstens verdeutlichen. Nightowl222c schreibt in seinem Eingangsbeitrag, dass er ich hoffe mal legale Lizenzen für Programme im Wert von fast zweieinhalbtausend Euro gekauft hat. Wenn man schon so viel Geld für Windows-Programme ausgibt, dann ist es völlig sinnlos, auf Linux umsteigen zu wollen. Da würde ich lieber die Programme auf meinem funktionierenden XP-System so lange laufen lassen, bis ich das Geld durch meine Arbeit wieder verdient habe. Diese Art von Softwareprogrammen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von ca. 3 Jahren, also investiert Nightowl222c ca. 70 Euro im Monat für seine Photoshop-, Acrobat- und Office-Lizenz. Ich hoffe mal, er verdient so viel, dass er sich das leisten kann. Wenn man also so viel Geld im Monat alleine dafür ausgibt, nur Software benutzen zu dürfen, dann sollte man bei Windows bleiben, bis die Software veraltet ist - "Never change a running system".

    Nur Nightowl222c will ja diese Programme unter Linux laufen lassen, weil er verstanden hat, dass Linux sicherer als Windows ist. Und ich sage, das kann er getrost vergessen. Wine funktioniert höchstens, um Windows-Programme mal auf Linux zu testen, wie gesagt. In der Linux-Welt nimmt man OpenOffice, GIMP, Okular und Pdftk. Wenn er unbedingt sein Photoshop unter Linux verwenden will, dann höchstens in einem virtuellen Windows-System. Nur das ist höchst zweifelhaft, wenn man schon so viel Geld in Software investiert hat. Nicht zu schweigen von den Upgrade-Kosten: Alleine das Photoshop Upgrade kostet mindestens 250 Euro für jede neue Version.

    Dann zu Systempflege: Mein Ubuntu übernimmt die Systempflege von ganz allein. Einmal ein Paket installiert, sorgt Linux selbst dafür, das System auf dem aktuellen Stand zu halten. Das ist eben der Unterschied zu Windows. Das Windows-Update aktualisiert eben nur Windows und Office, alle anderen Programme haben ihren eigenen Updater. Habe mal so an die 50 Programme auf deinem Rechner (für mich ist das Minimum), das updaten ist die Hölle auf einem Windows-Rechner. Auf die Homepage gehen, neue Version herunterladen, von Hand installieren, "soll die Datei überschrieben werden?" - keine Ahnung. Der Normaluser ist damit völlig überfordert. Und gerade, wenn man z.B. Photoshop benutzt (also professionell damit arbeitet), dann ist Zeit Geld, und allein das Updaten von Windows-Systemen kostet Firmen jährlich -zig Milliarden Euro. Und gerade das ist eines der grössten Sicherheitsprobleme unter Windows: Mangelndes Updaten, und dass der User (trotz UAC!!!) die grössten Möglichkeiten hat, in das System einzugreifen.

    Bei Linux ist das wegen des internen Designs unmöglich. Hier musst du schon ziemliche Ahnung haben, was du tust, bevor du am System etwas verändern kannst. In Ubuntu musst du erst ins Terminal, dann von Hand in das entsprechende Verzeichnis wechseln, und dann noch deinen Befehl mit sudo und Sicherheitsabfrage ausführen - und jetzt erzähl mir, dass das der Normaluser tag-täglich macht. Und trotzdem änderst du keine entscheidenden Einstellungen am System. Nein, Linux ist Windows haushoch überlegen, was die Systempflege anbelangt. Und das ist ein grundsätzlicher Unterschied, unabhängig von der jeweiligen Linux-Distro oder ob es nun XP, Vista oder 7 ist.

    Ausserdem, was die Sicherheitslücken anbelangt: Microsoft und Konsorten erzählen seit mehr als einem Jahrzehnt, dass Software auf Community-Basis proprietärer Software unterlegen sein soll - nun, die Realität sieht anders aus. Sicherheitslöcher werden in Distros wie Ubuntu in der Regel innerhalb weniger Tage, höchstens Wochen gestopft - bei Microsoft vergehen in der Regel Monate bis Jahre. Und jetzt sag mir nochmal, dass Systempflege bei Linux umständlich sein soll - das Gegenteil ist der Fall.
     
  13. #12 helidoc, 11.03.2010
    Zuletzt bearbeitet: 11.03.2010
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    Ich kenne mich mit neueren Windowsversionen zwar nicht wirklich aus, aber braucht man inzwischen unter Windows für einschneidende Veränderungen nicht auch "Adminsitrator-Rechte"? Das war doch auch schon zu frühen NT-Zeiten so?!?

    Dass man unter Linux "ziemlich Ahnung" haben muss, um sich versehentlich Probleme zu basteln, halte ich für reichlich übertrieben - den meisten ist das rootpw bekannt, da sie zB Ubuntu selbst installiert haben - da reicht dann auch schon eine böse Befehlszeile um das System als root komplett lahmzulegen...

    Vor allem viele der in den letzten Jahren aufgekommenen "Umsteiger" kümmern sich anfangs nicht grossartig darum, und versuchen oft auch weiterhin nach dem Windowsvorbild - möglichst am Paketmanager vorbei - Programme von irgendwo herunterzuladen und zu installieren. Kann ja nichts passieren - "Linux ist ja so sicher... ".

    Wieso nochmal - wo liest du das? Das habe ich nie gesagt...

    Nur zum allgemeinen Verständniss - ich selbst nutze seit Windows 98se kein Windows mehr - und auch während ich Windows 3.x bis win98se nutze, habe ich nebenher "schon immer" mit irgendwelchen bsd/linux/sonstigen Betriebssystemen experimentiert. Ich bin also langjähriger und auch überzeugter Linux/bsd-Nutzer, und das nicht nur, weil das updaten einfacher ist.

    Allerdings fehlt mir wohl das Missionars-Gen, welches bei einigen Linuxusern sehr ausgeprägt vorhanden ist. Wenn ein Umstieg sinnvoll ist, wäre ich der letzte der sagt "machs nicht" - in diesem Fall halte ich es aber .. wie bereits mehrfach erwähnt - nur sehr bedingt für sinnvoll.
     
  14. #13 Leonixx, 12.03.2010
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    Alle Anwendungen lassen sich nicht durch Linux ersetzen. Das ist schon mal ein KO Argument für viele Nutzer. Deshalb ist es z.B. bei Photoshop eben so, das Gimp keine Alternative ist, wenn man professionell damit arbeiten möchte.

    Im Prinzip ist Windows anfälliger für Angriffe, das stimmt. Das aber auch nur, weil jeder zweite User denkt mit Adimrechten surfen zu müssen und ein Schädling eben einfach das gesamte System übernehmen kann. Würde jeder mit eingeschränkten Rechten surfen, wäre die Anfälligkeit wesentlich geringer. Weiteres Problem das Windows einfach wesentlich verbreiteter ist als Linux und deshalb auch für Kriminelle interessanter.

    Glaubst du tatsächlich, wenn Linux das groh der User benutzen würde, dass es immer noch das "sicherste BS" wäre? Du würdest dich wundern wie einfallsreich Cyberkriminelle werden. ;)

    Die optimale Lösung für mich ist immer ein Dualbootsystem aus Linux und Windows.
     
  15. #14 DaWilly, 20.03.2010
    Zuletzt bearbeitet: 20.03.2010
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    Sag ich doch?!
    Ich verstehe nicht ganz, was du mir damit sagen willst, eigentlich wiederholst du meinen Beitrag, nur in anderen Worten ;)

    WUMM. Bitte "das Gros" schreiben, kommt aus dem Französischen. Sorry wenn das blöd kommt, aber das musste ich sagen. So nebenbei ;)

    Ansonsten bleibt eh nix mehr zu sagen...
     
  16. #15 zille3000, 30.03.2010
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  17. #16 hermann, 08.04.2010
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    alle reden von LINUX es war wohl mal eine alternative für windows aber LINUX ist mitlerweile so
    aufgebläht das es tatsächlich nur noch ein System für Fachleute ist.Ein Betriebssystem für
    Jedermann ist LINUX mit sicherheit nicht.Nur PC Spezialisten schaffen es Software zu installieren
    wer kein Fachmann ist sollte die Finger von LINUX lassen.Bei mir läuft wieder Windows und.ich
    kann die Software verwenden die mir gefällt und bin nicht auf das angewiesen was LINUX
    vorgibt.
     
  18. #17 Leonixx, 08.04.2010
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    Relativ. Linux Distris wie z.B. Ubuntu, Open Suse sind leicht zu bedienen und es gibt so gut wie jede Software kostenlos. Die Linux Distris für PC Fachmänner sind sicherlich die, die über Kommandozeilen zu bedienen sind.

    Ausserdem sollte man nicht vergessen das Linux Distris im allgemeinen kostenlos sind, was Windows nicht ist. Jeder nach seinem Geschmack.
     
  19. #18 xandros, 08.04.2010
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    Linux gibt doch lediglich vor, wie es bedient werden will - nichts anderes macht Windows auch. Was die Softwareauswahl angeht, bietet IMHO Linux deutlich mehr an, wenn auch nicht unbedingt für jeden Sonderfall. Aber Standardsoftware gibt es mittlerweile massenhaft.
    Der einzige Unterschied zu Windows bei der Installation der Software ist die Vorgehensweise. Und da gibt es distributionsabhängig entsprechende Tools für...
     
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  21. #19 hermann, 08.04.2010
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    Die einzige gute Seite die ich LINUX abgewinnen kann ist,das es ziehmlich stabil ist
    aber wie bereits gesagt,es braucht einige Kenntnisse um,,liebgewordene Software,,zu
    insallieren und genau dieses ist das problem,das ich bei Microsoft nicht habe.Ich habe mir einen neuen Drucker gekauft,unter Micr.kein problem den zu installieren.Trotz Treiber
    aus dem Netz,war dieses unter Ubuntu nicht möglich,mir wurde nur angezeigt das eine
    Installation nicht möglich ist.
     
  22. #20 xandros, 08.04.2010
    Zuletzt bearbeitet: 08.04.2010
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    Das ist aber weniger ein Linux-Problem als vielmehr der mangelnde Support des Druckerherstellers für Linux.
    Wenn vom Hersteller anständige Treiber bereitgestellt werden, ist es ziemlich leicht, einen Drucker unter Cups einzurichten und für den Rechner nutzbar zu machen.

    Es hat allerdings durchaus seinen Sinn, dass es mehr als eine Art von Betriebssystemen gibt. So kann sich jeder für seinen Favoriten entscheiden.
     
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