Rechnen für die Wissenschaft und für uns alle

Dieses Thema im Forum "Willkommen und Werbung" wurde erstellt von Smoby, 12.03.2007.

  1. Smoby

    Smoby Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    habt ihr schon mal daran gedacht, die von euch nicht genutzte Rechenleistung eures PC der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen und somit dazu bei zu tragen, das Medikamente und Therapien gegen schwere Krankheiten gefunden werden, die PC´s in Zukunft noch schneller und sicherer werden und vieles mehr? Und das ganz einfach durch verteiltes Rechnen? Ohne Mehraufwand für euch?

    Unter "verteiltem Rechnen" (VR) versteht man (einfach gesagt) das "Zusammenschalten" vieler privater Rechner über das Internet zu einem virtuellen Supercomputer, der dann bestimmte Berechnungen durchführt.
    So entsteht eine riesengroße Rechenleistung und es können z.B. komplexe wissenschaftliche Aufgaben erforscht werden, die selbst mit heutigen Supercomputern nur über Jahrzehnte oder noch länger zu lösen wären.
    Das VR besteht auf der einen Seite aus den Projekten die das (Bearbeitungs-)Programm und die Arbeit (in Form von WU's - Workunits) zur Verfügung stellen und die Ergebnisse erhalten und auf der anderen Seite aus den Usern (die Benutzer oder einfach "Cruncher") die durch zur Verfügung stellen von Computerzeit/-leistung teilnehmen.
    Den Benutzern bietet das "Verteilte Rechnen" die Möglichkeit, ungenutzte Rechenzeit (wenn der PC läuft aber grade nicht benutzt wird) an die verschiedenartigsten Projekte nach Wahl (z.B. an sinnvolle wissenschaftliche Forschungsprojekte) zu spenden. Egal, ob sie nach außerirdischen Signalen suchen, medizinische Forschung unterstützen, die Flugbahn von Meteoren berechnen, codierte Texte entschlüsseln oder Primzahlen entdecken - sie machen die wissenschaftliche Arbeit!!!
    Bei dem Projekt Spinhenge zum Beispiel werden Moleküle mit bestimmten magnetischen Eigenschaften gesucht. Dies wäre die Grundlage für Speicherbausteine mit Geschwindigkeiten, von denen man heute noch träumt, oder die Grundlage für ganz neue Therapien gegen Krebs.

    Ihr investiert also nichts, was ihr nicht schon hättet, und könnt dabei anderen ohne großen Aufwand helfen. Und Spaß macht es auch noch. Ihr könnt an eurem PC ganz normal wie bisher weiterarbeiten oder Spielen oder was auch immer. Der Client benutzt nur die Rechenleistung, die ihr nicht benötigt. Ihr bemerkt also gar nicht, das der Client im Hintergrund arbeitet für die Wissenschaft.

    Wenn ihr dazu noch Fragen habt, dann schaut im Forum der Crunching Family (www.crunching-family.at ) vorbei. Dort findet ihr erfahrene und engagierte „Cruncher“, die euch weiterhelfen und denen keine Frage zu doof ist.
    Wer die Crunching Family ist? Ein Team von engagierten Usern, die das verteilte Rechnen nicht nur betreiben sondern fast schon Leben. Das seht ihr hier: Crunching-Familiy-Seite


    Hier: Software für das verteilte Rechnen findet ihr, wie man den Clienten installiert und startet. Das ist einfach, das habe sogar ich geschafft. Clienten gibt es auch für Linux und für den Mac.

    Ach ja, ganz wichtig: Alle BOINC – Projekte sind nicht kommerziell. Ihr lasst also nicht eure Rechner schuften, damit andere Geld verdienen. Alle Ergebnisse werden allen zugänglich veröffentlicht.


    Wenn ihr noch Fragen habt, dann schaut im Forum (Forum für das verteile Rechnen ) vorbei und stellt sie. Ihr werdet Antworten bekommen!

    Für jede Arbeitseinheit, die euer Rechner gerechnet hat, bekommt ihr Punkte. So könnt ihr sehen, wie viel ihr bereits für die gute Sache geleistet habt. Weiterhin können sich viele User auch zu einem Team zusammenschließen. Da werden dann alle Punkte von allen Teammitgliedern zusammengezählt. So kann man sehen, welches Team am meisten für ein oder auch für alle Projekte gerechnet hat. So können Teams in einer Art Wettkampf gegeneinander antreten. So zum Beispiel ein Team dieses Forums gegen das Team eines anderen Forums.

    Das verteilte Rechnen ist gerade sehr interessant für die PC-Tuner, die das letzte an Leistung aus ihren Rechnern herauskitzeln und so sich in einem gutem Sinne vergleichen können, was ihre Tuningkünste betrifft. Hier kann man mal zeigen, was man drauf hat, und eine gutem Zweck kommt es auch noch zugute.

    Join us and happy crunching!

    Smoby
     
  2. #2 Chrisszel, 12.03.2007
    Chrisszel

    Chrisszel Guest

    Ist ja alles schön und gut. Nur ist es alles Quatsch was de da geschrieben hast. Es gibt keine "Forschungen" oder "Berechnungen" die selbst mit einem "Super-PC" Jahre dauern würden. Das ist völliger Unsinn!

    Selbst die NASA braucht für riessige Datenmengen und Berechnungen keine Jahre, höchstens vielleicht mal nen halben Tag, wenn Überhaupt!!!

    Also versteh ich nicht was es bringt, meinen Rechner dort zu Verfügung zu stellen, vor allen Dingen sind die Übetragungsraten selbst von DSL 16.000 zu langsam um einen "MegaRechner" zu erschaffen/nutzen.

    Stellt sich jetzt bloß die Frage, für was Ihr/Die da meinen Rechner nutzen wollen. Ich überleg mal weiter: Wenn ich euch meine rechenleistung zur Verfügung stelle, dann muß ich euch ja wohl auch Rechte auf meinem Rechner geben, und *plop*, bin ich einer der sogenannten Zombie-PC´s!

    Also nein Danke
     
  3. Miko

    Miko Neuer Benutzer

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    *WIEHER* *LACHKAPUTT* * WIEHER*

    Sorry, aber so was dähmliches, ignorantes, arrogantes und undurchdachtes hab ich ja schon lange nicht mehr gelesen!!!

    Anstatt das Du froh bist das ein Fachmann was interessantes und für alle nützliches postet machst Du sein Posting mit selbst ausgedachten Argumenten nieder!

    Das ist arm.

    Ich bin mir selber nicht sicher ob es überhaupt lohnt Leuten wir Dir zu antworten, aber ich mache es jetzt einfach mal, nicht so sehr an Dich, sondern an andere Leute gerichtet, deren Interesse vielleicht geweckt wurde.


    Rechenzeit auf einem Supercomputer zu mieten ist jederzeit möglich, das kostet aber verdammt viel Geld! Universitäten, die ständig Gelder gekürzt bekommen und inzwischen sogar Studiengebühren erheben müssen sparen wo es nur geht und können wenn dann nur extrem wichtige Dinge von Supercomputern rechnen lassen.
    Lehren, Forschen und Neues entwickeln wollen, sollen und müssen sie aber trotzdem!
    Da ist das "Verteilte Rechnen" mit BOINC eine grosse Hilfe und Unterstützung!
    In den Computer Laboren der UNIs können die IT Studenten und die angehenden Programmierer das BOINC Projekt aufbauen und betreiben, ja sogar Klausuren und Diplomarbeiten darüber schreiben...
    Dann hat noch eine wissenschaftliche Abteilung was davon. Als Beispiel die Protein-, Weltraum-, Mathematik-, Klima- oder Nanoforschung. Bei allen werden Simulationen mit den BOINC Projekten erstellt, deren Ergebnisse die Forschung sehr beschleunigen und so sehr viel Geld sparen.
    Die Endergebnise stehen wiederum anderen Forschern zur Verfügung und so werden Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer, AIDS, manche Krebsarten, Malaria etc. leichter und schneller erforscht bzw. wirksamere Medikamente können schneller gefunden werden.
    Beispel Projekt Spinhenge:
    Dort werden verschiedene Moleküle bei unterschiedlichen Themperaturen auf ihre magnetischen Eigenschaften untersucht um daraus später atomkleine Maschinen oder Speicher zu entwickeln. Was das für die Grösse von Computern oder z.B. für Menschen mit einem inoperablen Gehirntumor bedeuten würde kann sich jeder vorstellen.
    Aus der Menge aller möglichen nur ein geeignetes Molekül zu finden kann Minuten, aber auch Jahrzehnte dauern, selbst auf Supercomputern!

    Zu deren Leistung:
    Der 10t grösste Supercomputer der Welt, Red Storm, hat eine Leistung von 15250 GFlops (http://gridrepublic.org/index.php?param=stats)
    Allein Spinhenge, das mit seinen 6 Monaten grade mal eines der jüngeren
    BOINC Projekte ist, bringt es auf 7011,8 GigaFLOPS!!! Da kann es die BOINC Leistung (über 30 Projekte) mit jedem Supercomputer aufnehmen!!!

    Die Software ist SICHER und umsonst, dem eigenen Computer schadet es nicht (er wird nicht langsamer oder in seinen Funktionen gestört), warum also nicht ungenutzte Computerpower der Wissenschaft spendieren und so auch als Laie an wissenschaftlicher Forschung, die allen zu Gute kommt teilnehmen?

    Projektstatistiken

    Mit Gruss
    Miko
     
  4. #4 Hagbart, 02.04.2007
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    Er hat berechtigt Kritik gegen dieses "Zusammenschalten von Computern" gehegt. Es ist ignorant und unüberlegt, diese begründete Kritik als "arm" zu bezeichnen und dann auch noch Chrisszel als dähmlich, ignorant und arrogant, zu bezeichnen. Außerdem hat er vollkommen Recht, wenn er sagt, dass die Kapazität der Internetleitung niemals ausreicht, um auch nur einen Bruchteil der möglichen Rechenleistung, die heutige PC'S zu verfügung stellen, zu übertragen.
     
  5. #5 QUICKSILVER, 02.04.2007
    QUICKSILVER

    QUICKSILVER Guest

    die leitung reicht locker, um die ergebnisse, die ein pc berechnet hat weiter zusenden
     
  6. #6 Hagbart, 02.04.2007
    Hagbart

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    Das müssen dann aber sehr kleine Datenmengen sein, demnach wird die CPU auch nicht voll genutzt. Nehmen wir als Beispiel einfach mal mein DSL Light, ich hab ein Upload von ca. 10 Kb/s (Ich kann 81920 Zeichen pro Sekunde hochladen). Selbst wenn meine CPU nur 500 GHZ hätte, würde sie trotzdem 500 Millionen Berechnungen pro Sekunde durchführen. Daher jede einzelne Berechnung wichtig ist, muss man pro Sekunde theoretisch eine Milliarde Zeichen übermitteln.
     
  7. #7 QUICKSILVER, 02.04.2007
    QUICKSILVER

    QUICKSILVER Guest

    also ich glaube ihr versteht das ein bisschen falsch.
    es funktioniert so:
    du hast dieses programm installiert, und trittst einem project bei.nun läd er die rechenaufgabe, also eine datei, die (es kommt auch auf das project an) ungefähr 1 mb gros ist.
    nun berechnet dein pc diese aufgabe, und wenn diese aufgabe fertig berechnet ist, wird das ergebniss an einen server gesendet, der dir dann dafür eine bestimmte anzahl von punkten gibt(hier kommt halt das teanrechnen ins spiel, also welches team am meisten punkte hat).
    mehr ist das nicht.
    und so kann die cpu halt zu 100% ausgelastet werden.
    das heist man könnte zeitweilig sogar offline rechnen lassen!

    so, ich hoffa das war jetzt verständlich
     
  8. #8 Hagbart, 02.04.2007
    Hagbart

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    Achso, soweit ist mir das jetzt klar. Nur wie groß ist das Ergebniss das man am Ende dann wieder hochladen muss?
     
  9. Smoby

    Smoby Neuer Benutzer

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    Moin zusammen,

    die Größe des Ergebnisses ist abhängig vom Projekt. Das kann von wenigen kb sein bis hin zu einigen MB. Bei dem Projekt Spinhenge, bei dem ich momentan rechne, ist die Upload und auch die Downloadgröße bei 300 kb.

    Man muss nicht ständig Online sein. Man kann durchaus auch mehrere Arbeitseinheiten herunterladen, diese von seinem Rechner berechnen lassen und dann, wenn man das nächste mal Online ist, wieder an das Projekt zurück senden.

    Happy Crunching

    Smoby
     
  10. Mobin

    Mobin Erfahrener Benutzer

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    Meine Dateien di ich hochladen musste waren ~ 500kB gross.
    Mit dem Pojekt Proteins@home
     
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