Nameserver?

Dieses Thema im Forum "Netzwerkprobleme & Internetprobleme" wurde erstellt von Sogomn, 17.12.2014.

  1. Sogomn

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    Wie funktioniert die Namensauflösung bei Addressen? Ist es möglich, solch einen Server selbst zu hosten, sodass man von z.B. "http://www.beispiel.de/" auf meine IP weitergeleitet wird? Ich sprech' nicht von mieten, sondern von selbst hosten.
    Danke!
     
  2. AdMan

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  3. #2 xandros, 18.12.2014
    xandros

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    Nur fuer interne Zwecke ist das moeglich.
    Externe Rechner werden ueber das DNS-System immer mit einem oeffentlichen DNS-Server verbunden. Wenn deine URL dort nicht bekannt ist, wird sie auch nicht aufgeloest.
     
  4. Sogomn

    Sogomn Gamer

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    Wie funktioniert denn das bei Internetseiten wie z.B. Google? Woher weiß mein PC, auf welche IP er soll? Gibt's da sowas wie einen offiziellen Server, der für die Namensauflösung aller Internetseiten zuständig ist? Wohl kaum, oder?
     
  5. #4 xandros, 18.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 18.12.2014
    xandros

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    Wenn man das als Server bezeichnen moechte.... der Begriff ist allerdings schon ein wenig mager, da es sich rein fuer das Domain-Name-System um ein hierarchich organisiertes und ueber mehrere Ebenen verteiltes Servernetzwerk handelt.
    Das Netzwerk ist in einer Baumstruktur aufgebaut.
    Zur Erleichterung verwende ich nur den Singular, tatsaechlich sind in jeder Ebene aber mehrere Server verfuegbar.
    In der obersten Ebene befindet sich der Root-Server.
    Darunter sind die Bereichsserver der geografischen TLDs. (.com, .net, .org, .it, .de, .uk, .hk, usw. ) Fuer Deutschland ist das z.B. ein Server von DENIC, der ausschliesslich fuer die deutschen Bereiche zustaendig ist.
    Unter jedem Bereichsserver befindet sich eine Vielzahl von weiteren Servern, die ihre Teilbereiche verwalten.

    Wenn nun dein Rechner eine URL anfragt, dann schickt er diese Anfrage an deinen Router. Sofern der Router die zugehoerige IP kennt, bekommt dein Rechner diese direkt genannt. Kennt der Router die IP nicht, so fragt er bei seinem naechsten vorgesetzten DNS-Server nach. Das ist dann ein DNS-Server deines Providers.
    Dort gibt es wieder die gleichen Moeglichkeiten und die Anfrage wird bei Bedarf an den Server von DENIC weitergeleitet. Dort erfolgt die gleiche Prüfung und ggfs. eine Anfrage an der naechst hoeheren Instanz.
    Wenn die oberste Instanz die Adresse nicht kennt, erhaelt die anfragende Station die IP des zustaendigen Bereichs-DNS-Servers um dort anzufragen.
    Das DNS-System hangelt sich quasi erst aus seinem startenden Zweig bis zum Stamm hoch und wenn notwendig von dort aus in die zustaendigen Aeste und Zweige wieder hinab, bis die IP gefunden wurde und an deinen Rechner zurueckgemeldet wird.

    Um also von einem externen Client ueber eine beliebige URL erreichbar zu sein, muss diese URL im offiziellen Domain-Name-System irgendwo oeffentlich bekannt sein.

    Alternativ waere nur moeglich, dass der Client deine oeffentliche IP kennt und diese innerhalb seiner eigenen "Hosts"-Datei eingepflegt und mit einem nicht vergebenen willkuerlich gewaehlten Namen versehen wird. Dann kann dieser einzelne Rechner das Ziel unter dem Namen auch durch die ihm bekannte IP selbst aufloesen.
    (Das macht man z.B. wenn man auf einem lokalen Rechner einen Webserver betreibt und nicht staendig ueber die IP 127.0.0.1 arbeiten moechte. Traegt man diese Loopbackadresse in die Datei Hosts ein und schreibt dort als Namen z.B. "testserver.local", dann kann in einem Browser der eigene Webserver ueber genau diese URL angesprochen werden.)

    Genau wie oben beschrieben. Dein Rechner fragt seinen naechsten DNS-Server nach der zugehoerigen IP und reicht die Anfrage solange weiter, bis er von einem DNS die Antwort bekommt.
    (Bei den Frage- und Antwortspielchen gibt es zwei Wege - Rekursion und Iteration. Dabei unterscheiden sich die Versandwege von Fragen und Antworten ein wenig, das Prinzip ist aber identisch.)


    Um nochmal auf die Eingangsfrage zurueck zu kommen:
    Jedes Unternehmen betreibt einen eigenen DNS-Server. Sofern vorhanden ist ein Router ebenfalls ein DNS-Server.
    Dies ist der entscheidende Teil der Frage. Das geht nur fuer Adressen innerhalb meines eigenen Netzwerkes oder aber fuer Anfragen aus dem eigenen Netzwerk zu bekannten oeffentlichen IPs, allerdings nicht aus dem oeffentlichen Bereich (Internet) in dein lokales Netzwerk hinein oder gar wieder in den oeffentlichen Bereich zurueck.
     
  6. Sogomn

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    Richtig toll erklärt, vielen Dank!!! Echt nett, dass Du dir so viel Mühe machst!
     
  7. Sogomn

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    Okay, wenn ich das richtig verstanden habe, fängt mein PC bzw. Router bei einer Anfrage bei der kleinsten Stufe der DNS-Serverstruktur an zu suchen und arbeitet sich dann hoch.

    Wie könnten Dienste wie z.B. NoIP dann funktionieren? Haben die sich irgendwo angemeldet, um einen "höheren" Eintrag zu bekommen?
     
  8. AdMan

    Es ist generell erstmal empfehlenswert alle ggf. veralteten oder fehlerhaften Treiber zu scannen und auf neue zu aktualisieren. Hier kannst du einen Treiber-Scanner downloaden. Das erspart oftmals viel Ärger und hilft gegen diverse Probleme.
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  9. #7 xandros, 21.12.2014
    xandros

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    Deren DNS-Server sind Teil der DNS-Struktur und dabei innerhalb des Bereiches in den sie eingefuegt wurden, fuer einen Teil der Adressen zustaendig. (Und genau die Adressen werden auch von den jeweiligen Diensten angeboten.)
     
  10. Sogomn

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    Ah, okay, danke!
     
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