Mobile-Prozessor Zukunft bei Intel

Dieses Thema im Forum "News" wurde erstellt von FREECER, 29.01.2004.

  1. #1 FREECER, 29.01.2004
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    Mobile-Prozessor Zukunft bei Intel

    Interessante, wenn auch spekulative Aussichten, auf die beiden nächsten Jahre im mobilen Prozessor-Segment beim Halbleiter-Experten Intel haben die japanischen Kollegen der PC Watch anzubieten. Nach ihren Informationen dürfte für 2005 mit einem nochmaligen Anstieg der Leistungsaufnahme für kommenden Mobile-CPUs zu rechnen sein, welche sich seit einiger Zeit sowohl im Desktop-Markt als auch auch im Bereich der aktuellen Mobile-Prozessoren mehr oder weniger deutlich zeigt.

    So wird der Pentium-M auf Basis des Dothan-Kerns, wie bereits berichtet, im zweiten Quartal starten und soll als Normal Voltage-Version zunächst bis zu 30 Watt bei maximal 1,80 GHz für sich beanspruchen. Alternativ stellt Intel zwei weitere Versionen bereit, die einerseits zwar deutlich weniger verbrauchen, auf der anderen Seite aber auch bei deutlich niedrigeren Taktraten arbeiten. Alle drei Prozessoren werden bereits mit Hilfe der 90 Nanometer Fertigungstechnik produziert. Der deutlich gierige Pentium 4-M mit Prescott-Kern, welcher für das dritte Quartal erwartet wird, benötigt als mobile Desktop-CPU mit voraussichtlich bis zu 90 Watt sogar die dreifache Leistung.

    Normal Voltage Low Voltage Ultra Low Voltage Desktop-M
    Quartal 1 2004 Pentium 4-M
    (Northwood, 75 Watt)
    Quartal 2 2004 Dothan
    FSB400
    (21 Watt) Dothan
    FSB400
    (10 Watt) Dothan
    FSB400
    (5 Watt)
    Quartal 3 2004 Pentium 4-M
    (Prescott, 90 Watt)
    Quartal 4 2004 Dothan
    FSB533
    (30 Watt) Dothan
    FSB533
    (1x Watt)
    Halbjahr 1 2005 Tejas-M
    (1xx Watt)
    Halbjahr 2 2005 Jonah
    (45 Watt) Jonah LV Jonah ULV


    Ende 2004 soll schließlich, im Rahmen der Umstellung der schnelleren Dothan-Modelle (Normal Voltage und Low Voltage) auf ebenfalls 90 Nanometer, der Frontsidebus auf 533 MHz QDR bei Frequenzen von circa 2,13 GHz angehoben werden, was sich jedoch auf den Verbrauch negativ auswirkt und um einige Prozent nach oben treibt.

    Die Angaben für den Nachfolge-Chip mit Codenamen Jonah sollten vorerst als spekulativ betrachtet werden, zumal sich die Details natürlich noch in Grenzen halten. So ist derzeit noch nicht gewiss, ob er noch mit 90 nm Strukturgrößen oder schon mit 65 nm gefertigt wird, wobei wohl eher von ersterem ausgegangen werden kann. Betrachtet man nämlich rückblickend erste Roadmap-Informationen vom Juli 2003, erkennt man, dass schon damals für den Desktop-Einsatz die 65 Nanometer erst für das zweite Quartal 2005 erwartet wurden. Bezieht man in die Betrachtung mit ein, dass zu diesem Zeitpunkt auch schon erste Prescott-Prozessoren auf 90nm-Basis für das vierte Quartal erwartet wurden, dürfte mit 65nm-Mobile-Chips nicht vor Ende 2005 zu rechnen sein.

    Der Jonah soll nach Informationen der PC Watch als Normal Voltage Variante bis zu 45 Watt verbrauchen, was im Vergleich zum aktuellen Banias-Core eine Steigerung um 100 Prozent bedeuten würde und gemessen an derzeitigen Bedürfnissen als enorm angesehen werden kann. Man sollte allerdings nicht davon ausgehen, dass die Prozessoren jene Angaben im normalen Arbeitsbetrieb erreichen, sondern allerhöchstens unter Volllast. In jedem anderen Fall dürften zahlreiche Energiesparfunktionen greifen, die nochmals für einen sparsameren Betrieb sorgen und folglich die Akkulaufzeiten noch einmal deutlich verlängern. Ein etwas trüberes Bild vermitteln dagegen die "mobilisierten" Desktop-Modelle Pentium 4-M und später "Tejas-M", die bei immer kälteren Wintern als Heizung unerlässlich werden dürften. ;-)

    Dass es jedoch auch anders gehen könnte, will IBM vielleicht bei den momentanen Planungen für die PowerPC Prozessoren der Zukunft demonstrieren. So sollen nächste 90 nm Desktop-Modelle mit etwa 2 GHz nur um 25 Watt benötigen, mobile Versionen liegen vermutlich noch einmal deutlich darunter. Auch Alternativen von VIA und Transmeta dürften in Anbetracht solcher Entwicklungen immer mehr Rampenlicht rücken. Beide halten sich vom Gigahertz-Rennen der großen Boliden zurück und konzentrieren ihre Entwicklungen hauptsächlich auf möglichst energiesparende und kühle Verfahren.
    [rl]
     
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