Dringend: Kann der Arbeitgeber den Internetkonsum verfolgen?

Dieses Thema im Forum "Netzwerkprobleme & Internetprobleme" wurde erstellt von Nachtengel1, 12.01.2009.

  1. #1 Nachtengel1, 12.01.2009
    Nachtengel1

    Nachtengel1 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich habe eine dringende Frage:

    Kann ein Arbeitgeber den Internetkonsum eines Mitarbeiters verfolgen, wenn folgendes gegeben ist:

    Verlauf, Cookies und temporäre Internetdateien werden immer gelöscht.

    Ein Server ist im Betrieb nicht vorhanden, jedoch ein Router (Speedport W501V), der laut Telekom aber keinen Internetverlauf aufzeichen kann (oder doch?). Soweit ich weiß, ist auch eine Fritz-Box vorhanden (weiß jedoch nicht wofür).

    Alle PC (3 Stück) sind miteinander verbunden und können nur vollständig genutzt werden, wenn der Hauptrechner an ist (evtl. Netzwerk vorhanden?).

    Jeder Mitarbeiter hat eigene Zugangsdaten zum PC, alle arbeiten jedoch mit einer zentralen Festplatte.

    Eine sog. "Aufzeichnungssoftware" gibt es nicht.

    Kann hier der Arbeitgeber irgend etwas nachverfolgen (die Frage, ob er das überhaupt darf, ist erst mal nicht relevant)? Könnte er den Internetverlauf nachträglich verfolgen, wenn er jetzt diese Aufzeichnungssoftware installiert oder geht das dann nur für den zukünftigen Internetkonsum?

    Schon mal vielen Dank für Hilfe. Ist echt wichtig.

    Nachtengel
     
  2. AdMan

    schau mal hier: Windows-Wartungs-Tool. Viele Probleme lassen sich damit einfach beheben. Oftmals ist der PC dann auch schneller!
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  3. Gene_i

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    Meines Wissens darf er es nicht.
    Internet Konsum meinst du damit Sachen wie während der Arbeitszeit E-Mails Checken?? Ob er es sehen kann wass du anklickst, nur wenn er an deinen PC geht und die Adressen deines Internet Exploras durchsucht . Wenn er dies tut empfehle ich dir die Adressen aus der Adressleist zu löschen.
     
  4. #3 xandros, 12.01.2009
    xandros

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    Das ist die massgebende Frage! Ob er es kann oder nicht, steht auf einem ganz anderen Blatt! Wichtig ist, ob er es DARF bzw. ob die Daten im schlimmsten Fall gerichtlich verwertet werden dürfen!

    [Edit: am besten den Anwalt deines Vertrauens fragen!] <-Hier hat jemand vergessen, seinen Namen anzugeben. Der ursprüngliche Text kann bereits Online in den verschiedensten Quellen in anderem Wortlaut nachgelesen werden und war natürlich (wie solls auch anders sein) nicht als Rechtsberatung anzusehen - sowas dürfen wir hier nicht und wollen das auch gar nicht.....
     
  5. #4 Nachtengel1, 12.01.2009
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    Nachtengel1 Neuer Benutzer

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    Danke schon mal für die Antworten.

    ABER: Für mich ist tatsächlich eher wichtig, ob er kontrollieren KANN. Internetnutzung ist untersagt, es wurde jedoch von Kollegen und mir gesurft. Eine Kollegin hat schon eine Ermahnung bekommen und wir anderen haben nun natürlich Angst, dass wir auch erwischt werden. Ab sofot wird natürlich kein Internet mehr privat genutzt, aber es geht um das "vorher".
     
  6. #5 xandros, 12.01.2009
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    Technisch gesehen: selbst wenn die User auf den lokalen Rechnern alles gelöscht haben, besteht immer noch die Möglichkeit, dass der Chef sich ein Analysetool zum mitprotokollieren auf seinen Rechner installiert hat und die Protokolle für spätere Verwendung sichert. Daraus lässt sich auch nach Tagen/Wochen/Monaten noch herauslesen, von welchem Rechner welche Daten mit dem Internet ausgetauscht wurden.
    Und wenn die Benutzer dann noch immer am gleichen Rechner sitzen, ist es auch nicht sonderlich schwer, den Verursacher festzustellen.
    Bei verschiedenen Diensten (z.B. Messenger etc.) werden sogar die Mitteilungen im Klartext versendet, sodass man im Netzwerk diese Texte mitlesen kann.....

    Ich kann nicht beurteilen, wie fitt euer Chef in dieser Hinsicht ist, aber wenn schon eine Abmahnung ausgesprochen wurde, sollte man davon ausgehen, dass er sich in dieser Richtung informiert hat.

    Sry, dass ich hier keine positive Nachricht geben kann. Ihr solltet euch auch auf eine mögliche Abmahnung einstellen und darüber freuen, wenn keine ausgesprochen wird.
     
  7. #6 Nachtengel1, 12.01.2009
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    Aber diese Kontrolle wäre nur anhand eines sog. Analysetools möglich?

    D. h. nur aufgrund der von mir genannten Hardware hat er diese Möglichkeit nicht?

    Könnte er auch dieses Analysetool nachträglich installieren und unsere Internetnutzung der letzten Monate nachträglich verfolgen?

    Sorry, wenn ich so blöd frage, aber das macht uns allen echt Bauchschmerzen...
     
  8. #7 xandros, 12.01.2009
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    Diese Tools protokollieren nur die aktuellen Daten auf dem Netz, wenn sie aktiv sind. Was vor dem Installieren passiert ist, können die nicht herausfinden.
    Eventuell lässt sich über unvollständig gelöschte "temporäre Internetdaten" noch etwas auslesen.


    Mit der genannten Hardware sollte es ohne den Einsatz von Zusatzsoftware nicht möglich sein.
    Einzige Ausnahme: Du hast eingangs etwas von einem Hauptrechner geschrieben. Wenn es sich hierbei um einen sogenannten Proxy-Server handelt, über den alle anderen Rechner den Zugang zum Internet bekommen, dann existieren darauf die Protokolle (meist für etwa 30 Tage rückwirkend - je nach Speicherplatz und Einstellung sogar länger!) und es ist keine weitere Software zur Netzwerkkontrolle notwendig.
    Bei mir läuft z.B. ein solcher Rechner als Firewall für das Netzwerk und gleichzeitig als Contentfilter. Ich kann darin jede Webseite verfolgen, die in den letzten 6 Monaten aufgerufen wurde......
     
  9. #8 Nachtengel1, 12.01.2009
    Nachtengel1

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    Unser Chef meinte mal, wir hätten keinen Server. Keine Ahnung, ob der Proxy-Server damit ausgeschlossen wäre. Aber der müßte ja dann auch dort stehen, wo die andere Hardware steht?

    Wir können aber auch von unseren Rechnern ins Internet gehen, ohne dass der Hauptrechner angeschaltet ist. Nur die gemeinsame Festplatte funktioniert nicht, wenn der Hauptrechner aus ist.
     
  10. AdMan

    Es ist generell erstmal empfehlenswert alle ggf. veralteten oder fehlerhaften Treiber zu scannen und auf neue zu aktualisieren. Hier kannst du einen Treiber-Scanner downloaden. Das erspart oftmals viel Ärger und hilft gegen diverse Probleme.
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  11. Bitis

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    Die Frage ob er es darf oder nicht stellt sich wohl nicht. Es ist sein Anschluß, seine Hardware und diese werden den Mitarbeitern nur zur Verfügung gestellt. Selbst wenn er es, eingeschränkt (zeitlich begrenzt) oder uneingeschränkt erlaubt, hat er das Recht sich darüber zu informieren was damit gemacht wird.
    Das hat doch alles schon mit Geschäftshandys angefangen, auch hier hat er das Recht sich darüber zu informieren welcher Mitarbeiter wo angerufen hat, auch wenn man damit Privat telefonieren darf.

    Hast Du mal versucht mit Deinem Chefe zu reden? Am besten ist wohl Ihr setzt Euch alle mal zusammen und klärt das Thema. Wenn er nicht grad n A.... ist und Ihr Mitarbeiter nicht unbedingt den ganzen Tag nur privat im Netz rumorgelt dürfte einer Lösung, die allen zugute kommt, nix im Wege stehn. In dem Fall kann es sogar sein das sich Euer Boss eventuell auch dazu überreden lässt die Abmahnung Deiner Kollegin zurück zu nehmen.
     
  12. #10 xandros, 12.01.2009
    xandros

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    Dann ist das nur ein Dateiserver und hat mit dieser Geschichte nichts zu tun.
    Prinzipiell richtig, allerdings gab es dazu erst kürzlich ein Urteil. Darin heisst es, dass private Internetnutzungen am Arbeitsplatz NICHT kontrolliert werden dürfen, wenn es nicht ausdrücklich verboten ist! Allerdings muss sich die private Nutzung im Rahmen halten und darf die geschäftlichen Interessen nicht behindern.

    hier mal ein Auszug: (keine wörtliche Wiedergabe wg. Urheberrecht, aber der Sinn bleibt erhalten! Die genaue Quelle suche ich noch raus, hab mir nur diese Passage heute morgen selbst als Mail zugeschickt....)

    Die Überwachung von Internet und E-Mail kann technisch ohne Probleme erfolgen. Es bestehen datenschutzrechtliche Einschränkungen sowie ein generelles Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG.
    ...
    Dienstliche E-Mails und dienstlich aufgerufene Internetseiten dürfen nachverfolgt und kontrolliert werden.
    Private E-Mails und Internetnutzung dürfen dagegen grundsätzlich nicht vom Arbeitgeber inhaltlich kontrolliert werden. Eine Ausnahme besteht nur in Fällen des Straftatverdachts oder Notfällen.
    ...
    Hat der Arbeitgeber die private Nutzung von Internet und E-Mail verboten, darf er inhaltliche Kontrollen durchführen. Der Arbeitgeber kann hierbei davon ausgehen, dass grundsätzlich das Verbot auch eingehalten wird.
    Ist die private E-Mail- und Internetnutzung dagegen erlaubt, ist es dem Arbeitgeber nicht nur individualrechtlich sondern auch datenschutzrechtlich grundsätzlich untersagt, eine inhaltliche Überwachung durchzuführen.


    Da in diesem Fall die private Nutzung generell verboten war, darf der Chef jederzeit kontrollieren, protokollieren etc. und sämtliche Daten auch entsprechend verwenden, als wären es betriebliche Daten.

    [Der Text stellt inhaltlich keine Rechtsberatung dar, sondern lediglich eine persönliche Beschreibung dessen, was aus den entsprechenden Meldungen und online verfügbaren juristischen Texten zu entnehmen ist! Für eine rechtliche Beratung ist ausschliesslich ein Anwalt zuständig!]
     
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