Altes Thema, Neuer Thread: Welche Distribution?

Dieses Thema im Forum "Linux Probleme" wurde erstellt von Noeden, 22.11.2010.

  1. Noeden

    Noeden Neuer Benutzer

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    Hallo liebe Leute!

    Mir ist durchaus bewusst, dass es dieses Thema zu Haufe gibt, aber dort sieht man meist eine Minizusammenfassung für ganz krasse Anfänger und meistens lautet die Antwort, da null Kenntnisse vorausgesetzt werden, Suse KDE oder Ubuntu Gnome.

    Ich habe eine Zeit lang Ubuntu genutzt bis mein laptop kaputt ging und würde mich mal wieder gerne an das Thema Linux wagen, wenn ich meinen neuen PC habe. Ich würde gerne auf allen PCs das gleiche System laufen haben (auf dem Desktop nebenher noch XP für Spiele) und wenn dann die Oberfläche variieren.

    W-Lan /D-Lan Netzwerke

    Ein Desktop (Zum arbeiten und ganz wenig zocken)
    ein Asus eeepc für die Uni
    ein Mediacenter

    Was ich eigentlich mega cool fänd, wenn ich irgendwie lernen würde Trillian zu compilen (darf man das?) Denn keins der ICQ-Clients von Linux hat mich überzeugt. (Oder im Endeffekt selber schreiben, weiß ja nciht wie aufwändig sowas ist)

    Also wie man merkt ich würde mich gerne auch exzessiver damit beschäftigen, also kann auch was zum frickeln sein. Im Endeffekt hätte ich gerne ein stabiles und sehr flottes System, was ich, warum ich auch vorallem Linux will, mir komplett bis auf den letzten Rest so anpassen kann wie ich es will. Nebenher würde ich damit und dadurch auch gerne mehr übers Programmieren erfahren und lernen.

    Vor Allem, warum soll ich Ubuntu nutzen, wenn es eh von Debian abstammt? Kann ich alle Ubuntu-Pakete auch auf Debian installieren?

    Ich lese auch überall Gentoo wäre das Linux, für Fortgeschrittene, woran liegt das? Und muss man tatsächlich fortgeschritten sein, oder muss man halt nur mehr für sein Ergebnis tun ;)


    Dankeschön

    PS: Zu der entsprechenden Distribution wären auch Anleitungsvorschläge sehr nett, die am besten bei 0 anfangen und den Sinn haben wirklich Kenntnisse zu vermitteln und nicht nur aus 1000 Anleitungen bestehen wo man für was in welcher Reihenfolge hinklicken und was eintippen muss. Also, wenn da steht welche Befehle man eintippen soll, sollte da auch stehen warum man das macht und was das genau bewirkt. Ob in Buchform oder Pdf ist zweitrangig.

    Dankeschön
     
  2. AdMan

    schau mal hier: Windows-Wartungs-Tool. Viele Probleme lassen sich damit einfach beheben. Oftmals ist der PC dann auch schneller!
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  3. #2 xandros, 22.11.2010
    Zuletzt bearbeitet: 22.11.2010
    xandros

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    Nun ja... Gentoo ist inzwischen durchaus Anfaengertauglich geworden.
    Die derzeitigen Installationsmedien (Stage 3) laufen wie alle anderen Distributionen auch ab - CD einlegen, Rechner starten, installieren und freuen.
    Hardcore dagegen ist die Installation von Gentoo als Stage1. Das ist etwa wie "sich selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen". Man benoetigt ein installiertes Linux, ueber welches man sich Gentoo komplett (ab Kernel) selbst kompilieren muss. Das ganze dann in einer Changeroot-Umgebung, was es fuer weniger erfahrene Anwender sehr undurchsichtig und fehlertraechtig macht. (Wann bin ich auf dem laufenden Linux und wann in dem Changeroot? Das ist nicht wirklich einfach zu erkennen.) Im Endeffekt ist das fertige Linux dann aber absolut perfekt zu dem Rechner passend.... wenn es jemals fertig wird. (Ein guter Bekannter hat dafuer mehrere Jahre benoetigt, da es staendig irgendwelche Updates gab, die er wieder in seine Baustelle eingefuegt hat. Es kann sich also zu einem Fass ohne Boden entwickeln.)

    Ob nun Ubuntu, Debian (ja, diese beiden verwenden teilweise die gleichen Paketquellen), Suse, Fedora/Red Hat oder LFS, .... Was man verwendet, haengt letztlich davon ab, wie gut man sich mit Linux auskennt und was man damit machen will. Wer wirklich in die Tiefe von Linux eintauchen will, der hat IMHO mit Gentoo (Stage1) eine sehr intensive Arbeit vor sich.
    Welcher Fenstermanager verwendet wird, ist reichlich egal. Auch wenn Ubuntu mit Gnome daherkommt, Suse meist mit der KDE installiert wird, die Wahl hat der User. Wenn man auf ueberladene Truemmer wie KDE steht.... bitteschoen. Mir gefallen schlanke Loesungen wie XFce oder Enlightenment deutlich besser.
    Weil Debian eine andere Zielgruppe anspricht als Ubuntu. Das ist eben bei jeder Linux-Variante so. Und jeder User muss die fuer sich passende Version herausfinden.
    Nebenbei sollte man bei dem Thema auch nicht die BSD-Seite ausser Acht lassen. Auch da liesse sich ggfs. eine passende Ausgabe finden.
    Wirst du vergessen koennen. Trillian ist nicht Open-Source, steht nicht als Quelltext zur Verfuegung und ist auch nicht als Linux-Ausgabe verfuegbar. Man muesste also eine existierende Version erst dekompilieren, dann fuer Linux anpassen und neu kompillieren - und das waere ein Verstoss gegen die Lizenzbestimmungen.

    http://openbook.galileocomputing.de/linux/
    http://openbook.galileocomputing.de/knoppix/
    http://openbook.galileocomputing.de/unix_guru/
     
  4. Noeden

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    Da ist ja auch noch wer wach!

    Naja mit so einer Antwort habe ich ja gerechnet: Nimm das, was Dir am besten gefällt ;).

    Das mit Gentoo klingt ja sehr verlockend und dann doch wieder nicht :-D. Immerhin will ich den PC ja auch nutzen. Und das installieren von stage 1 ist doch, wenn ich das richtig verstanden habe auch nötig, weil ich es ja perfekt haben will. Wenn ich es per stage 3 installiere könnte ich doch genauso gut etwas anderes nehmen! Oder? Und wenn ich bei Gentoo was installieren will, kann ich theoretisch von jedem Derivat etwas nehmen und compile es dann. Dann passt es perfekt und läuft. Oder geht das nicht?
    Wie wäre das mit dem Trillian?
    Und kennst Du eine gute Lektüre für gentoo?


    Dankeschön :)
     
  5. #4 xandros, 22.11.2010
    xandros

    xandros IT Consultant, Cisco Registered Partner
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    Du nimmst nichts von anderen Deviraten, sondern die originalen Quellcodes der entsprechenden Anwendung. Der Anwendung selbst ist es ziemlich egal, auf welcher Distribution/auf welchem Devirat es laeuft, solange sie dafuer kompiliert wurde.

    Vergiss Trillian - du kommst an die Quellcodes nicht dran.

    Lektuere zu Gentoo>
    http://www.linux-books.us/gentoo_0001.php
    Gentoo Linux -- Gentoo Documentation Resources
    Gentoo Linux Documentation -- Gentoo Handbook
    bzw. ganz allgemein Gentoo Linux -- Gentoo Linux News
     
  6. Noeden

    Noeden Neuer Benutzer

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    Das mit Trillian ist ja schade, dann muss ich mir was überlegen, lese gerade schon bisschen auf gentoo.de - Willkommen klingt sehr interessant. Ich hoffe ich halse mir da nicht zu viel auf.

    Eine Frage habe ich aber noch: Ist es egal von welcher Stage ich installiere? Also ob ich vorkompilierte Pakete nutze? Denn die sind dann ja auch extra für meine Prozessorstruktur kompiliert.
    Ach und dann bei der Software nehme ich kein Installationspaket sondern halt den Quellcode ;) lang ists her, danke! :)
     
  7. #6 helidoc, 22.11.2010
    helidoc

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    Du kannst, wenn du das den unbedingt willst, auch eine Stage3 zum bootstrappen benutzen. Ich würde dir aber zunächst empfehlen, dich mit Gentoo ganz allgemein vertraut zu machen - vielleicht liegt dir die Distribution nicht und dann war die ganze Arbeit umsonst.

    http://www.gentoo.org/doc/en/faq.xml#stage12
     
  8. Noeden

    Noeden Neuer Benutzer

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    Ich habe dann noch eine Frage, wenn ich dann eine neue GraKa einbaue oder den CPU auswechsel, muss ich dann alles neu installieren oder kann ich dann "einfach" neue Treiber installieren?

    Dankeschön
     
  9. AdMan

    Es ist generell erstmal empfehlenswert alle ggf. veralteten oder fehlerhaften Treiber zu scannen und auf neue zu aktualisieren. Hier kannst du einen Treiber-Scanner downloaden. Das erspart oftmals viel Ärger und hilft gegen diverse Probleme.
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  10. #8 helidoc, 22.11.2010
    Zuletzt bearbeitet: 22.11.2010
    helidoc

    helidoc killed by a black pudding
    Moderator

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    Eine komplette Neuinstallation ist nicht nötig wenn du Hardware wechselst. Solange du nicht grad die Prozessorarchitektur wechselst, hält sich der Aufwand im vertretbarem Rahmen. Wenn du den Kernel auf deinen Prozessor optimiert hast, und der neue Prozessor komplett anders ist, machst du am besten vorm Umbau noch einen Standardkernel drauf um sicher booten zu können. Im schlimmsten Fall musst du von LiveCD starten, das rootfs mounten, stage3 entpacken und alles emergen. Das kommt einer Neuinstallation dann schon sehr nah...
     
  11. Noeden

    Noeden Neuer Benutzer

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    Wobei mir Architektur nicht Anzahl der Kerne gemeint ist oder? Also Athlon II x3 hat in diesem Sinne die gleiche Architektur wie ein Ahtlon Phenom II x6?


    So, dann denke ich, ist meine Frage beantwortet und ich danke Dir. Als grafische Oberfläche spricht hoffentlich nichts gegen Fluxbox. Aber ich werde mich erstmal, bis ich meinen neuen PC habe mit meinem Studium und mit C beschäftigen, was bei Linux ja auch nicht verkehrt ist.

    Wie gesagt dankeschön
     
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