Ich gehe hier mal weniger auf DLAN und LAN-über-Stromleitungen ein, sondern eher generell auf die Netzwerkaufbauthematik. DLAN lässt sich da aber prinzipiell als Ersatz für LAN einsetzen.
Ich würde bei einer solchen Aufgabenstellung sogar darüber nachdenken, ob nicht sogar das private Netz gänzlich vom Netzwerk für die Gäste getrennt wird. (ständig wechselnde Gäste haben nichts mit ihren Rechnern in deinem Netzwerk zu suchen!)
Eine Lösung dafür wäre z.B. IP-Cop oder Endian. (->Linuxbasiertes Betriebssystem für PCs, die mehrere Netzwerkkarten haben. In deinem Fall wären 3 Netzwerkkarten notwendig.)
Endian bietet allerdings auch schon Fertiggeräte in 19" oder Desktopgehäusen an, die man nur noch an eine Steckdose und die Netzwerkleitungen anschliessen muss. Gibt jedoch noch diverse Alternativen.
Sinn einer solchen Idee: Dein Internetzugang läuft ausschliesslich über einen Rechner, der dein privates Netz schützt (auch vor den Gästen!) und ein weiteres Netzwerk für den Internetzugang der Gäste bereitstellt.
So brauchst du dir innerhalb deines geschützten Bereiches keine Gedanken über Zugriffe durch unberechtigte machen und hast zusätzlich noch (man will es ja nicht beschreien!) für den Fall der Fälle ein Protokoll, über welches z.B. illegale Aktionen einem Gästerechner (zumindest Datum, Uhrzeit und IP bzw. MAC-Adresse) zugeordnet werden können.
Bei Bedarf können dann sogar Contentfilter oder Blacklists für einzelne Seiten einrichten oder, oder oder.. (sogar Abrechnungssysteme sind als Add-Ons erhältlich!)
Eine bildliche Darstellung einer solchen IP-Cop Lösung ist z.B. hier zu sehen.
http://www.ipcop-forum.de/manuals/ex...n-red-blue.png
Deine eigenen Rechner (LAN und/oder WLAN) befinden sich dann im grünen Bereich, deine Gäste im blauen! Beide Netze sind durch die Cop-Firewall geschützt und voneinander getrennt.
(Kosten: einen alten Rechner ab 486er mit einem Floppy-Laufwerk oder kleiner Festplatte und drei Netzwerkkarten; Zeit für die Installation und Einrichtung)
Um aber auf die eingangs gestellten Fragen zurückzukommen, die sollen ja nicht unbeantwortet bleiben......
Mit der vorhandenen Hardware kann man ein ähnliches Gesamtnetzwerk aufbauen, allerdings ist das durch mehrere Konfigurationsoberflächen verschiedener Geräte nicht ganz so angenehm, wie eine All-in-one-Lösung wie oben, aber nicht unmöglich.
1) Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das Modem selbst bereits ein Router.... Ein reines Modem hat lediglich einen einzigen LAN-Anschluss.
Da hieran aber schon mehrere LAN-Anschlüsse existieren, ist darin ein Router integriert und diese Anschlüsse können für die DLAN-Adapter verwendet werden.
2 + 3) Dein WLAN-Router ist hinter dem Modem. Alle Geräte, die direkt mit dem Modem kommunizieren, haben Zugriff auf das Internet, aber keinen direkten Zugriff auf die Geräte, die via WLAN oder LAN-Kabel mit dem WLAN-Router verbunden sind. (Ich gehe dabei davon aus, dass die Verbindung vom Router zum Modem über den WAN-Port des Routers läuft und keine DMZ-Schlupflöcher oder Pinholes eingerichtet sind!)
Die Firewall des Routers sollte bei richtiger Einstellung jeglichen Zugriffsversuch unterbinden können...
Das heisst, ist der DLAN-Adapter im Modem, können die daran angeschlossenen Geräte standardmässig nicht mit den Geräten kommunizieren, die an dem WLAN-Router angeschlossen sind. Die Kommunikation mit dem Internet funktioniert jedoch.
wird der DLAN-Adapter am WLAN-Router angeschlossen, gehören alle an den Adapter angeschlossenen Geräte physikalisch zum gleichen Netzwerk und du hast das Problem, deine sensiblen Daten zu verschlüsseln, Zugriffsrechte zu verwalten etc.
Was genau meinst du in Frage 2 mit "separates Passwort"? Da WLAN wohl verschlüsselt ist, existiert hier ein Passwort bzw. Key. Das ist die einzige Möglichkeit, dein WLAN-Netz zu sichern.
4) Die Antwort ergibt sich aus der Antwort zu 2+3).
Wäre das Modem ein reines Modem, könnte darüber immer nur ein einziger direkt angeschlossener Rechner ins Internet - niemals zwei oder mehr gleichzeitig. Da es sich aber bereits um einen Router handelt, ist der Anschluss der Computer relativ unerheblich für den Internetzugang.
Schematisch kannst du dir das etwa so vorstellen:
Internetanschluss -> Modem -> angeschlossene Rechner (Netzwerk 1)
-> Router -> angeschlossene Rechner (Netzwerk 2)
Netzwerk 1 hat keinen direkten Zugriff auf Netzwerk 2; Netzwerk 2 kann jedoch auf Netzwerk1 zugreifen. Beide Netzwerke können auf das Internet zugreifen. Netzwerk2 ist dabei ein Teil von Netzwerk1!
Hoffe, dass die Verwirrung nun perfekt ist...... (oder eher, dass der eine oder andere Satz ein klein wenig Licht schafft!)