Fehlerhafte "NX6800GT"-Grafikkarten trotz richtigem Chip mit zu wenig Pipelines
Der Hardware-Hersteller MSI hat einen Bericht der Hardware-Website techPowerUp bestätigt, derzufolge die "NX6800GT" getauften GeForce-6800-GT-Karten aufgrund eines technischen Problems etwa 10 Prozent weniger Leistung bringen als erwartet.
techPowerUp berichtete, dass die betroffenen AGP-Karten mit nur 12 statt 16 Pixel-Pipelines sowie 5 statt 6 Vertex-Einheiten laufen. MSI bestätigte dies, betonte aber, dass GeForce-6800-GT-Grafikchips zum Einsatz kämen - auch wenn einige Software-Tools dank des zum Einsatz kommenden PCIe-AGP-Bridge-Chips (HSI) etwas anderes behaupten mögen. Schuld an der Leistungseinbuße von etwa 10 Prozent soll ein noch unbekanntes Chip-Problem sein.
Gegenüber Golem.de gab MSI auf Nachfrage an, dass es an den Grafikchips selbst liegen könne, was aber wiederum von Nvidia Deutschland als unwahrscheinlich eingestuft wurde, da kein anderer Hersteller bisher etwas Derartiges zu vermelden hatte. Vermutlich liegt es also an der Elektronik auf den entsprechenden Grafikkarten.
Von dem betroffenen Grafikkarten-Modell "NX6800GT-TD256E" wurden laut MSI Deutschland bisher 350 Stück verkauft - wie viele davon das Problem aufweisen, konnte der Hersteller nicht sagen. MSI dazu in einer Pressemitteilung: "Kunden, die über erwähnte Performance-Probleme klagen, können ihre Karte nach Vorlage des Original-Kaufbelegs beim Händler kostenlos austauschen oder gegen Erstattung des vollen Kaufpreises zurückgeben." Die Auslieferung der entsprechenden Charge wurde vom Hersteller sicherheitshalber gestoppt. Ersatzprodukte will MSI in Kürze wieder liefern können.
Quelle: golem.de