Offensichtlich hat man bei AMD die durch die einseitigen Preissenkungen im Juli - Intel zog erst diese Woche nach - entstehende Nachfrage unterschätzt. Da der Yield soweit keine Probleme bereitet, wäre dies die wahrscheinlichste Erklärung dafür, dass momentan in mehreren Schlüsselmärkten ein Mangel an AMD-Prozessoren herrscht.
Den Angaben der „DigiTimes” zufolge handelt es sich bei den betroffenen Märkten um Taiwan, China und Europa. Sie beruft sich dabei unter anderem auch auf AMD-Mitarbeiter in Taiwan. Diese sind jedoch der Meinung, dass AMD die Lieferengpässe innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen beheben wird. Die Engpässe betreffen hauptsächlich AMDs Athlon 64/FX-Line-Up aber auch die neuen Low-Cost-Modelle der Sempron-Reihe sollen nicht in ausreichenden Stückzahlen lieferbar sein.
Bei ausreichenden Liefermengen hätte man Konkurrent Intel mit Sicherheit ein paar Marktanteile mehr abnehmen können. Jetzt, da auch Intel die Preise gesenkt hat, ist zumindest der Preisvorteil vorerst verspielt. Mit entsprechendem Marketing wird man aber auch den momentanen technischen Vorsprung für einen Angriff auf Konkurrent Intel ausnutzen können und spätestens mit dem Umstieg auf 90-nm-Strukturen dürfte dann wohl auch preislich wieder mehr Spielraum herrschen.
Quelle: computerbase.de