USB Grafikkarten in Japan aufgetaucht
Soundkarten für USB, Festplatten für USB, CD-Brenner für USB Netzwerk über USB. Kaum ein Gerät lässt sich heute nicht über den verbreiteten USB Anschluss mit dem Computer verbinden und bietet dem Anwender zugleich die Vorteile von einfacher Konfiguration und flexiblem Einsatz. Doch eine japanische Firma geht noch einen Schritt weiter und ermöglicht neuerdings auch die Erweiterung mit Grafikkarten über den Universal Serial Bus. Für den Betrieb ist lediglich ein freier USB 2.0 Port notwendig.
Der sogenannte USB-zu-VGA Adapter erreicht bei einer maximalen Auflösung von 1024x768 Pixeln eine Farbtiefe von 16 Bit; bei kleineren Bildgrößen lassen sich auch 32 Bit realisieren. Damit fällt der Einsatz für Spieleenthusiasten zunächst einmal Weg, doch eröffnen sich in der Theorie zahlreiche andere Anwendungsgebiete, welche solch ein Produkt rechtfertigen würden.
Während früher für den Betrieb mit mehreren Monitoren immer eine zusätzliche PCI-Grafikkarte nötig war, sofern die verwendete AGP-Karte nicht genügend Anschlüsse zur Verfügung stellte, könnte es mit der USB Grafikkarte möglich werden, auf einfache Weise mehrere Monitore an den Rechner zu bekommen. Den CAD-Entwickler mit seinen riesigen Bildschirmflächen dürfte auch in Zukunft nichts an professioneller Hardware vorbei führen, denn für höhere Grafikanforderungen — etwa im 3D-Bereich — ist die Technik auch aufgrund der vergleichsweise geringen Bandbreite des USB 2.0 Ports nicht geeignet. Doch bliebe zumindest für den Heimanwender eine größere Arbeitsfläche für unter 100 Euro. Auch die verbreiten Mini-Barebone Systeme oder die digitalen Videorekorder könnten von der Technik durchaus profitieren.
Ob und wann die USB-Grafikkarte auch im europäischen Handel erhältlich sein wird, ist im Moment noch nicht bekannt.