NVIDIA: PCI Express und virtuelles AGPx16
Nachdem NVIDIA die offiziellen GeForceFX PCX-Grafikkarten angekündigt hatte, standen noch zwei Fragen im Raum: Welche Möglichkeiten bietet die PCI-Express-to-AGP-Bridge und werden die PCI Express-Karten schneller sein als ihre AGP-Kollegen.
3DCenter konnte hierüber einige Informationen ergattern und hat diese in einem zweiseitigen Artikel zusammengefasst. Der Umsetzer kann sowohl in die eine Richtung (von AGP nach PCI Express) sowie in die andere Richtung (von PCI Express nach AGP) genutzt werden. NVIDIA kann so auch auf lange Sicht noch AGP- und PCI Express-Karten anbieten. Anfangs handelt es sich dabei um AGP-Karten, die mit dem Umsetzer auch auf dem neuen Standard laufen, und anschließend wird man die PCI Express-Karten für den AGP-Slot anbieten.
Auch die zweite Fragestellung können unsere Kollegen beantworten. Die GeForceFX PCX-Grafikkarten (eigentliche AGP-Karten mit PCI Express-Bridge) werden schneller laufen. Dies erreicht NVIDIA durch einen "virtuellen AGPx16"-Modus. Für AGPx16 sind die Wege von der Grafikkarte bis zum Mainboard-Chipsatz einfach zu lang, sprich man kann die Leitungen nicht mit 133 MHz takten. Ein kurzer Weg von einigen Millimeter ist allerdings problemlos möglich. Genau so kurz wird der Abstand zwischen dem Grafikchip und der PCI Express-Bridge sein, sodass über AGPx16 4 GByte/s ausgetauscht werden können, was wiederum der maximalen Transferleistung von PCI Express entspricht. Die GeForceFX PCX-Karten können also Daten mit bis zu 4 GByte/s austauschen, während die AGP-Kollegen mit 2 GByte/s leben müssen.
Insgesamt scheint NVIDIA gut auf den neuen PCI Express-Standard vorbereitet zu sein, auch wenn man bislang immer den Konkurrenten ATI mit eigenen PCI Express-Karten nach vorne huschen sah.
Quelle: tweakpc.de
|