Ohne etwas ins Detail zu gehen, ist das verdammt schwer zu beschreiben. Ich versuch es mal, glaube aber, dass es zu umfangreich und trotzdem nicht detailiert genug ist....
Generell gesehen ist "Verwaltbarer Speicher" (sowohl Arbeits- als auch Datenträger-Speicher) der Speicher, den das Betriebssystem verwalten kann.
Dafür setzen aktuelle Betriebssysteme sogenannte Speichermanager ein.
Der Speichermanager hat mehrere Aufgaben. Zum Einen gaukelt er einer Anwendung vor, es würde der gesamte vorhandene Arbeitsspeicher bereitstehen, was dazu führt, dass eine Anwendung auch dann startet, wenn eigentlich nicht mehr ausreichend Speicher verfügbar ist. (Hier kommt dann auch die dynamische Neuzuteilung und Umverteilung zum Einsatz.)
Zum Anderen übernimmt der Speichermanager die tatsächliche Adressierung des Arbeitsspeichers, wenn eine Anwendung Speicherbereiche anfordert. Dieses erleichtert es z.B. einem Programmierer auf Speicheradressen zuzugreifen, da die angesprochenen Adressen im Programm nicht mit den realen Adressen identisch sein müssen - der Manager übernimmt die Funktion, die angesprochenen Adressen an die tatsächlich verwendeten Bereiche umzuleiten. (Es muss ja nicht bei jedem Programmstart wirklich immer der selbe Speicherbereich frei sein. Ist der reale Speicherbereich bereits von einer anderen Anwendung belegt, wird ein anderer Bereich verwendet - die anfordernde Anwendung muss davon nichts wissen.)
Die dritte Aufgabe des Speichermanagers ist das sogenannte Paging.
Hierbei handelt es sich um eine Aufteilung des Speichers in einzelne Seiten, die auf die Festplatte ausgelagert werden können, wenn eine Anwendung diesen Speicher gerade nicht benötigt. Die auf der Festplatte abgelegten Page-Files müssen natürlich wieder in den Arbeitsspeicher zurückgeholt werden, sobald eine Anwendung darauf zugreifen will.
Und zuletzt kümmert sich das Speichermanagement auch um die Datenträgerzugriffe (Aufteilung der Hardwaresektoren in logische Cluster etc.)
Der
verwaltbare Festplattenspeicher ist eine Speichergrösse, die abhängig vom verwendeten Dateisystem ist. Bei genauerer Betrachtung der verschiedenen Dateisystemen (FAT, FAT32, NTFS, CDFS, ext2, ext3, ReiserFS um mal ein paar Beispiele zu nennen), sieht man, dass hier unterschiedliche Arbeitsweisen verwendet werden und somit auch unterschiedlich große Datenträger in logischen Clustern organisiert werden können. Daraus ergibt sich dann auch die Menge Speicher, die mit dem verwendeten Dateisystem verwaltet werden kann.
Zudem ist für den verwaltbaren Festplattenspeicher ausserdem auch das BIOS eines Rechners verantwortlich. Das BIOS muss mit einer physikalischen Festplatte umgehen können, sonst hat das Betriebssystem auch keine Chance dazu.
Der
verwaltbare Arbeitsspeicher ist ebenfalls hardwareabhängig (vom Mainboard und BIOS). Nur was vom Mainboard auch mit Adressleitungen versorgt und vom BIOS angesprochen werden kann, kann vom Betriebssystem verwaltet werden.
Eine direkte Verwaltung durch den Benutzer ist nur begrenzt möglich. Bei Festplatten z.B. durch die Aufteilung einer Festplatte in Partitionen und die Vorgabe des Dateisystems. Bei Arbeitsspeicher z.B. über BIOS-Funktionen, die für verschiedene Aufgaben Speicher reservieren. Im Betriebssystem teilweise durch Prioritäten, mit denen Programme ausgeführt werden sollen. Ein direkter Zugriff auf den physikalischen Speicher findet in der Regel nicht mehr statt.
Hoffe, das ist nicht zu komplex geraten. (Ich hab schon Vieles weggelassen...)
Wenn in dem Zusammenhang ein paar Dinge nicht ganz klar werden, kann ich einen Blick in das Openbook von Galileo empfehlen. Da wird (fast) alles sehr einfach beschrieben. Nur das Auffinden der entsprechenden Seiten ist häufig nicht ganz so leicht.
http://www.galileocomputing.de/openbook/it_handbuch/